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MI | 11.04.2012
Hubert Pfoch
menschen
Ex-Vizebürgermeister Hubert Pfoch gestorben
Der ehemalige Wiener Vizebürgermeister Hubert Pfoch ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Pfoch war langjähriger Stadtrat und zwischen 1979 und 1984 erster Präsident des Wiener Landtags.
Von Franz Jonas zum Stadtrat ernannt
Hubert Pfoch, Jahrgang 1920, betätigte sich ab 1945 am Wiederaufbau der österreichischen Sozialdemokratie. Gemeinsam mit dem späteren Bundesminister Josef Staribacher baute er die Sozialistische Jugend in Wien auf, die er bis 1955 leitete.

1949, mit 29 Jahren, wurde er als Vertreter seines Heimatbezirks Ottakring in den Wiener Gemeinderat gewählt, dem er bis 1984 angehörte.

1964 wurde Pfoch von Bürgermeister Franz Jonas zum amtsführenden Stadtrat für öffentliche Einrichtungen bestellt, wo ihm - neben dem Ausbau der Bäder - die Sicherung der Wasserversorgung ein besonderes Anliegen war. Ab 1969 war Pfoch als Stadtrat für den Hochbau zuständig. Von 1973 bis 79 war er auch Vizebürgermeister von Wien.
Zuletzt Präsident des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands.
Als "Bürger der Stadt Wien" geehrt
Von 1979 bis 1984 bekleidete Hubert Pfoch das Amt des 1. Präsidenten des Wiener Landtages. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1986 vom Gemeinderat zum "Bürger der Stadt Wien" ernannt.

Hubert Pfoch war ein so genannter Bezirkskaiser: 25 Jahre, von 1962 bis 1987, fungierte er als Obmann der SPÖ-Ottakring, einer der größten Bezirksorganisationen.

1984 wurde Hubert Pfoch zum Präsidenten des DÖW und zum Vorsitzenden der Stiftung gewählt.
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