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MI | 11.04.2012
"Mordschwestern" von Lainz (Bild: ORF)
Chronik
"Mordschwestern" von Lainz bald frei
Für die zwei Haupttäterinnen der Mordserie im Krankenhaus Lainz vor fast 20 Jahren öffnen sich im August die Gefängnistore. Einem Antrag auf bedingte Entlassung wurde stattgegeben, bestätigte das Justizministerium.
Die Mord-Serie im Lainzer Krankenhaus sorgte weltweit für Aufsehen.
Begründung: Ordentliche Lebensführung
Die seinerzeit in Boulevardmedien als "Mordschwestern" titulierten Haupttäterinnen werden im August in die Freiheit entlassen. Diese Meldung des Wochenmagazins "News" wurde vom Justizministerium bestätigt.

Wegen ordentlicher Lebensführung im Gefängnis und vorhandenen Resozialisierungschancen wurde dem Antrag der beiden auf frühzeitige, bedingte Entlassung nun stattgegeben.

Die mittlerweile 49 und 46 Jahre alten Frauen waren im April 1989 mit zwei Mittäterinnen festgenommen worden. Den Krankenschwestern wurde zur Last gelegt, ihnen lästige Patienten serienweise mittels Injektionen, Infusionen und "Mundpflege" getötet zu haben.
Haupttäterinnen 19 Jahre in Haft
Im März 1991 wurden die Haupttäterinnen wegen 15-fachen beziehungsweise fünffachen Mordes und zahlreicher Mordversuche jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt.

Ihre beiden Komplizinnen, die zeitlich begrenzte Haftstrafen ausgefasst hatten, befinden sich schon seit geraumer Zeit auf freiem Fuß. Sie sollen eine Namensänderung durchgeführt und unter ihren neuen Identitäten ein "zweites Leben" begonnen haben.
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