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MI | 11.04.2012
Heumühle
Architektur
Heumühle aus Dornröschenschlaf erwacht
Wiens ältester Profanbau, die Heumühle auf der Wieden, erstrahlt in neuem Glanz. Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf zieht nun neues Leben in die ehemalige Mühle ein.
Die Heumühle neben sanierten Wohnhäusern (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer) Jahrzehntelang nichts saniert
Rund 700 Jahre ist das Gebäude mittlerweile alt, jahrelang war das Bezirksjuwel in der Heumühlgasse nahe dem Naschmarkt dem Verfall preisgegeben. Die ursprünglichen Eigentümer investierten jahrzehntelang nichts in die Mühle. Anrainer berichten, dass zumindest seit 1946 nichts getan wurde.

Fünf Jahre dauerte es, bis der neue Eigentümer mit der Sanierung begann.
1326 errichtet
Heumühle vorher und nach der Sanierung
So sah die Heumühle mit ihren zerbröselnden Mauern vor der Sanierung aus. Als gesichert gilt, dass die Heumühle vor dem Jahr 1326 errichtet wurde. Sie gehörte einst zur Grundherrschaft des Bürgerspitals, bevor sie 1533 in den Besitz des Bistums Wien kam. In dieser Zeit erfolgte auch der Anbau an die Mühle, der damals ein Vorhaus mit Küche, zwei Kammern und eine Backstube enthielt. Der Mühlbetrieb blieb im Bau bis 1856 aufrecht.

Damals ließ die Gemeinde den Mühlbach, den sie zuvor von der Erzdiözese erworben hatte, aus gesundheitlichen Gründen zuschütten, was das Aus für die Mühle bedeutete.
Heumühle
Dach der Heumühle Nun als Büro genutzt
Mittlerweile steht die Heumühle auf einem stabilen Fundament, eine neue Stahlkonstruktion im Inneren stützt die Mauern. Die Generalsanierung vom Keller bis zum Dach kostete 850.000 Euro. Altstadterhaltungsfonds und Denkmalamt zahlten zur Sanierung rund ein Viertel dazu.

In der Heumühle sind nun Büroräume untergebracht. Die Mühle von außen bewundern kann man tagsüber, der Durchgang ist von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
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