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MI | 11.04.2012
Briefmarke Ernst Happel (Bild: Österreichische Post)
justiz
"Markenstreit" um Ernst Happel
Ein skurriler Streit landet jetzt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg: Ernst Happels Sohn will laut "Kurier" Geld sehen für das Konterfei seines Vaters auf der Briefmarke "Österreichs bester Fußballtrainer".
Sohn will 100.000 Euro für Abbildung Ernst Happels.
Max Schmeling als Vorbild
Die Österreichische Post brachte die Briefmarke bereits vor vier Jahren heraus, zwölf Jahre nach dem Tod Ernst Happels. Dessen Sohn klagte nun die Post auf Zahlung von 100.000 Euro, berichtet der "Kurier".

Happel junior richtete sich dabei nach einem anderen Fall: Für eine Briefmarke mit dem Konterfei von Boxlegende Max Schmeling hatte die Post 100.000 Euro an die Stiftung Deutsche Sporthilfe gezahlt.

Der Wiener Rechtsanwalt Norbert Wess, der Happel junior vertritt, argumentiert: Ein Bild von Happel senior genieße einen "geldwerten Bekanntheitsgrad". Vermögen sei eine Sache und gehe im Erbrechtsweg auf Happels Sohn über.
Briefmarke als Denkmal?
Bei der Post wiederum setzte man eine Briefmarke mit einem Denkmal gleich, mit dem man weltbekannt werde. So sah das auch die heimische Justiz, wie der "Kurier" schreibt. Etwa werbe auch Wien mit Johann Strauß, habe aber auch nie jemanden um Erlaubnis gebeten.
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