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MI | 11.04.2012
Vindobona (Bild: APA)
Kultur
Simpl übernimmt Vindobona
Das Vindobona hat einen neuen Besitzer. Die Kabarett Simpl Betriebsgesellschaft m.b.H. übernimmt die insolvente Bühne in Wien-Brigittenau. Der Spielbetrieb soll Anfang kommenden Jahres beginnen.
Spielbetrieb könnte im Jänner oder Februar 2009 beginnen.
"Eigenständige Kabarettbühne"
"Es wird ein bisschen spezifischer programmiert als bisher, aber nach wie vor als Kabarett bespielt", sagte Simpl-Geschäftsführer Albert Schmidleitner. Er will das Vindobona nicht als Dependance des Simpl installieren, sondern als unabhängigen Betrieb.

Der Spielbetrieb im Vindobona soll im Jänner oder Februar kommenden Jahres beginnen, das Programm im Oktober präsentiert werden. Jetzt gelte es zunächst, die Baustelle Vindobona fertigzustellen.
Simpl hatte zuletzt 250.000 Euro geboten.
Kaufpreis bleibt geheim
Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) mit.

Bekannt wurde aber, dass der Preis über dem Betrag von 200.000 Euro liegt, der den Gläubigern im Vorfeld im Rahmen eines außergerichtlichen Ausgleichsversuchs geboten worden war. Ende Juli hieß es dann, das Simpl habe 250.000 Euro geboten. Nun sei der Preis "im kleinen Rahmen" nachgebessert worden, so Schmidleitner.
Stadt mit Lösung zufrieden
Zufrieden mit der Lösung zeigt sich die Stadt. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) meinte, die Investitionen hätten sich gelohnt. Der professionelle und traditionsreiche Betrieb Simpl werde von diesem Standort aus für neue Akzente sorgen.

Nach 20 Jahren Theaterbetrieb war das Vindobona so desolat, dass eine Sanierung notwendig wurde. Diese startete 2005. Nach wie vor präsentiert sich aber ein beträchtlicher Teil des Lokals als Baustelle. Der Vorbesitzer war an den Kosten des Umbaus gescheitert.
Offene Rechnungen mit Baufirmen
Der Gläubigerausschuss hat dem Kaufvertrag bereits zugestimmt. Über die "AGKS Vindobona Theater und GastronomiebetriebsgmbH" wurde am 3. Juli das Konkursverfahren eröffnet.

Betroffen von der Pleite waren vor allem Firmen, die beim Umbau beschäftigt waren und die noch auf offenen Rechnungen sitzen.
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