Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Akten (Bild: ORF)
Polizei
Fall Kampusch: Kinderpornografie?
Die Polizei ermittelt "im weiteren Umkreis" der Causa Kampusch in Richtung Kinderpornografie. Das hat der Leiter des Bundeskriminalamts, Franz Lang, am Donnerstag in der ZIB2 mitgeteilt.
"Verdachtsmomente aufgetaucht"
Mit Natascha Kampusch selbst haben diese Ermittlungen nichts zu tun. Es seien "im weiteren Umkreis" des Falls "Verdachtsmomente in Richtung Kinderpornografie und eines Pornorings" aufgetaucht, sagte Lang. Diese Aspekte würden nun ermittelt.

Im Zuge der Recherchen seien gegen Personen Verdachtsmomente aufgetaucht, denen "der Vollständigkeit halber" nachgegangen wird. Diese Personen stünden aber in "keinem Zusammenhang" mit Kampusch.
Die Causa Kampusch
Natascha Kampusch war als Zehnjährige im März 1998 auf dem Schulweg entführt worden. Acht Jahre lang hielt sie ihr Peiniger in einem Kellerverlies in Strasshof in Niederösterreich gefangen. Im August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Ihr Entführer nahm sich daraufhin das Leben.
Entführer und Umfeld nicht im Visier
Die Ermittlungen würden sich auch nicht auf den Entführer von Kampusch und dessen Umfeld beziehen. Die Theorie eines zweiten Entführers sei ebenfalls nicht Gegenstand des neuen Ermittlungsauftrages. Auf die Frage, ob er an einen zweiten Entführer glaube, sagte Lang, das sei völlig offen: "Die Ermittlungen laufen."
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News