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MI | 11.04.2012
Gertraud Jesserer
Menschen
Gertraud Jesserer feiert 65. Geburtstag
Seit 35 Jahren zählt sie zu den Ensemblestützen des Wiener Burgtheaters: Getraud Jesserer ist 65. Sie arbeitete auch mit Kollegen wie Romy Schneider und Catherine Deneuve.
Gertraud Jesserer spielt seit 1973 am Wiener Burgtheater.
Filmdebüt mit 14 Jahren
Jesserer wurde am 13. Dezember 1943 in Wien geboren. Schon als 14-Jährige spielte sie an der Seite von Romy Schneider in Rolf Thieles Film "Die Halbzarte". Mit 16 verließ sie frühzeitig das Wiener Max-Reinhardt-Seminar und debütierte kurz darauf in Franz Molnars "Liliom" am Theater in der Josefstadt, dessen Ensemble sie bis 1969 angehörte.

Nach Engagements am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und erneut am Theater in der Josefstadt kam sie 1973/74 ans Wiener Burgtheater.
Figaro läßt sich scheiden: Szene mit Jesserer und Lohner
Gertraud Jesserer in der Festwochen-Produktion "Figaro läßt sich scheiden"
Gertraud Jesserer auf der Bühne Von Nestroy-Possen bis Shakespeare
In der österreichischen Theaterliteratur - etwa als Salome Pockerl in Nestroys "Der Talisman", als Marianne in Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" oder als Muskat im "Liliom" - fühlt sie sich ebenso wohl wie in der klassischen Dramatik, etwa als Rosalinde in Shakespeares "Wie es euch gefällt".

In den vergangenen Jahren war sie in zahlreichen Produktionen zu sehen, von Luc Bondys Inszenierung von Horvaths "Figaro läßt sich scheiden" im Theater in der Josefstadt bis zu Tschechows "Die Möwe" im Akademietheater.
Gertraud Jesserer mit Karlheinz Hackl
Die zarte Charakterdarstellerin überzeugte immer wieder auch mit kraftvollen Figuren, ihr Repertoire ist umfangreich und umfasst komische wie ernste Rollen. An der Seite von Karlheinz Hackl spielte Jesserer etwa 2005 "Das Orchester & Zwischentöne" im Kasino am Schwarzenbergplatz.
Jesserer drehte Filme mit Catherine Deneuve, Anne Bennent und Alfred Dorfer.
Mitglied der "Familie Leitner"
Die Schauspielerin wirkte auch in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. In den fast 500 Folgen der "Familie Leitner" schrieb sie als "Gerda" österreichische Fernsehgeschichte mit.

In TV-Filmen wie Wolfgang Murnbergers "Taxi für eine Leiche", Esther Wengers "Ein ganz normales Paar" und Benoit Jacquots "Princesse Marie" spielte sie in den vergangenen Jahren an der Seite von Catherine Deneuve, Anne und Heinz Bennent, Karlheinz Hackl und Elisabeth Orth. Im Kino sah man sie 2003 in Peter Payers "Ravioli" als Mutter von Alfred Dorfer.
Zahlreiche Ehrungen
Zusätzlich war Jesserer immer wieder bei Rezitationsabenden und Festivals wie den Sommerfestspielen auf Schloss Weitra und der Rosenburg aktiv.

1974 erhielt Jesserer die Kainz-Medaille, 1998 den Nestroy-Ring, 2003 das Goldene Wiener Ehrenzeichen.
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