Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Alfons Mensdorff-Pouilly (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Gericht
Ermittlungen gegen Mensdorff-Pouilly
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly wegen des Verdachts auf falscher Zeugenaussage. Das wurde nach Medienberichten Anfang dieses Jahres bekannt.
Falsche Aussagen vor U-Ausschuss?
Mensdorff-Pouilly arbeitet als Lobbyist für den britischen Rüstungskonzern BAE Systems und steht laut einem "profil"-Bericht unter dem Verdacht, vor dem parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschuss die Unwahrheit gesagt zu haben.
Ein Cousin soll Treffen mit hochrangigen tschechischen Politikern eingefädelt haben.
Widersprüche um Treffen mit Premier Zeman
Dabei soll es um den Kauf von SAAB-Gripen-Abfangjägern durch Tschechien gehen. BAE ist an Saab beteiligt. Ein Verwandter Mensdorff-Pouillys soll demnach erst vor zwei Wochen gegenüber der Staatsanwaltschaft angegeben haben, in dessen Auftrag ein Treffen mit dem damaligen tschechischen Premierminister Milos Zeman und Finanzminister Ivo Svoboda eingefädelt zu haben.

Vor dem Untersuchungsausschuss hatte Mensdorff-Pouilly als Zeuge über das Lukrieren von Aufträgen für BAE ausgesagt: "Sie werden niemanden finden in Österreich oder auch in anderen Ländern - was man behauptet -, wo ich jemals mit einem Politiker oder mit einem Beamten über so etwas geredet habe."
Staatsanwalt bestätigt Ermittlungsverfahren
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, bestätigte gegenüber "profil", dass ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf falscher Zeugenaussage gegen Mensdorff-Pouilly eingeleitet worden sei.
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