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MI | 11.04.2012
Kunstinstallation Auge (Bild: PID)
CHRONIK
Südbahnhof-"Augen" reisen ab
Kein Reisender ist ihren Blicken entkommen. Seit 1994 hingen "Die Augen", eine Kunstinstallation des Medienkünstlers Hofstetter Kurt, in der Halle des Wiener Südbahnhofs. Nun wurden sie abmontiert und sind selbst auf Reise gegangen.
"Schwarze Löcher der Zeit"
Die zwinkernden Augen mit tickender Zeitanzeige reisen nach Karlsruhe. Im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) sollen sie bis 2013 Station machen. Sie werden ab April in der Eingangshalle des Museums schweben.

"Für mich sind die Pupillen so etwas wie die schwarzen Löcher der Zeit. Niemand weiß was im nächsten Augenblick passiert", so Hofstetter Kurt, der Künstler.
Kunstinstallation Auge (Bild: PID)
75 Millionen Lidschläge
Die Augen, die der Künstler von einem befreundeten Paar abfilmte, machten in der Bahnhofshalle etwa 75 Millionen Lidschläge, die vom Ticken eines russischen Weckers unterlegt waren. Die Medieninstallation "Einen Augenblick Zeit" zählt zu den heimischen Pionierleistungen permanenter Computerkunst im öffentlichen Raum.
Rückkehr im Jahr 2013 - oder nicht?
Claus Stadler von den ÖBB kündigte die Rückkehr der Augen in den neuen Zentralbahnhof für das Jahr 2013 an. Er vermisse die Augen jetzt schon.

ZKM-Direktor Peter Weibel hofft hingegen darauf, "dass die Österreicher ihrer Tradition treu bleiben und vergessen, was sich im Exil befindet".

Wiens Bahnreisende können sich aber noch an einem zweiten Kunstwerk von Hofstetter Kurt erfreuen. Im Bahnhof Wien-Mitte hängt noch das Werk "Planet der Pendler mit den 3 Zeitmonden".
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