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MI | 11.04.2012
Computer (Bild: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)
chronik
Hightech-Geräte aus Ministerien als Beute
Langfinger schlagen offensichtlich auch in den österreichischen Ministerien zu: Binnen vier Jahren, von 2005 bis 2008, sollen laut Medienberichten 230 Laptops, 35 PCs und 284 Handys aus den Büros gestohlen worden sein.
Öllinger: Wissenschaftsministerium "am sichersten".
84 Notebooks aus Finanzministerium weg
Die Datenträgerverluste seien oftmals nicht auf Schlampigkeit, sondern auf Diebstahl zurückzuführen, berichten die Tageszeitungen "Kurier" und "Österreich" in ihren Mittwoch-Ausgaben unter Berufung auf eine Anfrage des Grünen-Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger.

Die meisten Geräte gingen demnach im Innenministerium "verloren". Es werden 30 Laptops und 109 Handys vermisst. Auf Platz zwei landete das Finanzministerium mit 84 vermissten Notebooks, 24 Handys und einem PC. "Heiße Beute" waren auch USB-Sticks und Taschencomputer, 34 bzw. sieben Stück verschwanden.
Sogar Drucker wanderte außer Haus
Besonders skurril: Im Wirtschaftsministerium wanderten angeblich sechs Computermonitore und ein Drucker außer Haus. Laut Öllingers Auswertungen gilt das Wissenschaftsministerium als "sicherste" Einrichtung. Hier ging nur ein Handy verloren.
165.400 Euro Schaden - oder mehr?
Den Gesamtschaden bezifferten die Ministerien mit 165.400 Euro. Eine Zahl, die laut dem Grünen-Nationalratsabgeordneten mit Vorsicht zu genießen sei. Die Ministerien-Angaben über die Wertverluste seien entweder "eindeutig geschönt " bzw. wurde die dazugehörige Anfrage nur unzureichend beantwortet, warnte Öllinger.
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