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MI | 11.04.2012
Christian Oxonitsch (Bild: APA/Günter Artinger)
POLITIK
Christian Oxonitsch wird Stadtrat
Mit Christian Oxonitsch als Nachfolger von Grete Laska rückt nun ein Mann in die Riege der Wiener Stadtregierung auf, der schon seit 2001 Vorsitzender des SPÖ-Rathausklubs ist.
Oxonitsch sieht sich nicht als "Aufräumer"
Er sehe seine Aufgabe keineswegs darin, etwaige Missstände wie rund um den neuen Riesenradplatz zu beseitigen: "Ich verstehe es nicht als Aufräumen." Die notwendigen Maßnahmen zur Unterstützung der Kleinunternehmer seien bereits von Laska getroffen worden.

Ob sein Nachfolger an der Spitze des Klubs in zwei Wochen eine Frau oder ein Mann sein werde, könne er nicht sagen. Das werde die offene Diskussion ergeben. Allerdings sei natürlich klar, dass man einige sehr fähige Frauen im Klub habe.
1996 vom Bezirk in den Gemeinderat
Der am 21. Dezember 1961 geborene Oxonitsch wurde 1986 zum Bundesvorsitzenden der Roten Falken Österreichs gewählt. In Ottakring, dem Heimatbezirk des amtierenden Bürgermeisters Michael Häupl, folgte 1991 die Wahl in die Bezirksvertretung. Von 1992 bis 1997 war er Sekretär der dortigen SPÖ. Seit 1997 steht er als Vorsitzender an der Spitze der Bezirksgruppe.

Der Wechsel in den Landtag bzw. Gemeinderat erfolgte im Jänner 1996, wobei er bei der Wahl im Herbst desselben Jahres den Sprung ins Stadtparlament verpasste. Die Pause währte aber nur kurz: 1997 übernahm er das Mandat des verstorbenen SP-Politikers Andreas Honay. Der Abgeordnete Oxonitsch beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit den Bereichen Planung und Wohnbau.
Seit 2001 Klubobmann der Wiener SPÖ
Dieses planerische Talent dürfte wohl auch eine Rolle bei der Wahl zum Vorsitzenden des SP-Gemeinderatsklubs am 20. April 2001 gespielt haben. Sein Vorgänger, SPÖ-Urgestein Johann Hatzl, wurde Landtagspräsident.

Neben dem politischen Kontakt zur SPÖ-Stadtregierung hatte Oxonitsch dabei über längere Zeit auch private Verbindungen in die Riege der Wiener Stadträte: Spätestens nach der Hochzeit im Frühling 2006 bildeten er und die SP-Umweltstadträtin Ulli Sima eines der prominentesten Polit-Paare.

Diese familiäre Konstellation nährte Gerüchte, dass der erfolgreiche Klubchef trotz eines steten Status als Kandidat aus parteitaktischer Räson bisher nicht bei vormaligen personellen Veränderungen der Stadtregierung zum Zuge kam. Die Ehe wurde mittlerweile geschieden.
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