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MI | 11.04.2012
G-20-Demonstration in Wien (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Chronik
6.500 Teilnehmer bei Demo gegen G-20-Pläne
Rund 6.500 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in Wien unter dem Motto "Wir zahlen nicht für eure Krise" gegen die Politik der großen Industrienationen protestiert. Die Veranstaltung verlief laut Polizeiangaben störungsfrei.
Demo (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Attac beziffert die Teilnehmerzahl mit 20.000.
Motto: "Wir zahlen nicht für eure Krise!"
"Die Menschen setzen heute ein Signal für eine alternative Form des Wirtschaftens", erklärte Alexandra Strickner von Attac Österreich. Transparente mit der Aufschrift "Die Reichen sollen zahlen" oder "Soziale Sicherheit ist die Grundlage für Demokratie" waren vor dem Wiener Parlament zu sehen.

Anlässlich des bevorstehenden Weltfinanzgipfels der führenden 20 Industrie- und Schwellenländer in London marschierten laut Polizei rund 6.500 Teilnehmer über die Mariahilfer Straße und den Ring bis zum Parlament. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac bezifferte die Teilnehmerzahl - anders als die Polizei - mit rund 20.000.

Zu dem Bündnis der Veranstalter zählten unter anderen attac, Global 2000, Greenpeace, die Katholische Jugend Österreich und SOS Mitmensch. Insgesamt waren rund 200 Organisationen an der Demo beteiligt. Die Veranstaltung verlief laut Polizeiangaben störungsfrei.
"Wien heute"-Video

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Kontrolle der Finanzmärkte gefordert
Der Vorwurf der Veranstalter: "Die Regierungen, die die Krise durch die Entfesselung der Finanzmärkte wesentlich zu verantworten haben, retten vorrangig die Banken und die Reichen - mit unseren Steuergeldern."

Gefordert wurde eine demokratische Kontrolle der Finanzmärkte, ein Sozial- statt Bankenpaket und ein Systemwechsel. Weiters sollen die Verursacher und Profiteure der globalen Wirtschaftskrise zur Kassa gebeten werden.
Demo (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Europaweite Proteste
Durch die Demonstration ist es in der Innenstadt zu Staus gekommen: Vor allem rund um die Mariahilfer Straße, die ehemalige Zweierlinie und die Ringstraße haben sich am Nachmittag lange Autokolonnen gebildet.

Auch in anderen europäischen Großstädten demonstrierten zehntausende Menschen gegen die Krisenpolitik der Regierungen. In London schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 35.000.

Etwa 12.000 Menschen gingen in Frankfurt laut Polizeiangaben gegen die Verursacher der Wirtschaftskrise auf die Straße und rund 2.000 Globalisierungsgegner demonstrierten in Rom. In Berlin wurde ebenfalls demonstriert. Kommende Woche sind weitere Großkundgebungen geplant.
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