Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Wenisch (Bild: APA/Gindl)
GESUNDHEIT
Ein Schweinegrippefall bestätigt
In Wien hat sich nur im Fall der 28-jährigen Frau der Verdacht der Schweinegrippe tatsächlich bestätigt. Der Frau geht es bereits besser. Der Befund des jüngsten Wiener Verdachtsfalles war negativ.
Umfangreiche Tests
Die virologischen Tests brachten laut Gesundheitsministerium keine großen Überraschungen: Der bereits am Montag als sehr wahrscheinlich eingestufte positive Befund der 28-jährigen Frau bestätigte sich.

Die drei weiteren Verdachtsfälle aus Wien wurden ebenfalls getestet. Die Proben sind allesamt negativ. Die Personen sind nicht an der neuen Grippe erkrankt. Auch der Verdachtsfall in Steyr hat sich nicht erhärtet. Auch diese Frau ist definitiv nicht vom neuen Grippevirus betroffen und hat das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Der jüngste Verdachtsfall in Wien bestätigte sich ebenfalls nicht.
Behandelnder Arzt Wenisch (Bild: APA/BARBARA GINDL)
Frau wird im Kaiser-Franz-Josef-Spital behandelt.
28-Jährige hat nur mehr Halsschmerzen
"Der Patientin geht es heute Vormittag viel, viel besser", sagte unterdessen Christoph Wenisch, Leiter der Medizinische Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Kaiser-Franz-Josef-Spital über den Gesundheitszustand der erkrankten 28-Jährigen. Halsschmerzen seien zwar noch da, aber das Fieber sei weg, und auch die Kopf- und Gelenksschmerzen seien bereits gut.

Wenisch: "Sie sitzt bereits im Bett und wäscht sich und tut die Dinge, die man so macht." In den nächsten Tage werde die Frau aus dem Spital entlassen.
Mit über 40 Grad Fieber ins Spital gekommen
Die 28-Jährige war direkt nach der Ankunft auf dem Flughafen in Wien in der Nacht auf Dienstag mit über 40 Grad Fieber und typischen Grippesymptomen stationär im Spital aufgenommen worden.

"Es ist sehr sicher, dass sie mit dem Schweinegrippevirus infiziert ist, endgültige Ergebnisse am Nachmittag", bestätigte auch Wenisch die mittlerweile als ziemlich sicher geltende Infektion der Frau mit dem H1N1-Virus.
Durch Tröpfcheninfektion oder über die Hände ist Ansteckung möglich.
Ansteckung im Flugzeug möglich
"Niemals ausschließen" kann der Primar, dass die 28-Jährige auf dem langen Flug über den Atlantik Mitreisende angesteckt hat. Viele Personen würden sich über lange Zeit auf engem Raum bewegen, Grippe-Erreger seien hochinfektiös.

"Das Ausmaß der Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist in Prozent nicht abschätzbar. Aber das Risiko ist sehr hoch." Die Übertragung erfolge über "normale soziale Kontakte" - über Tröpfcheninfektion oder Hände.
Symptome ähnlich anderer Influenza
Die Symptome der durch das H1N1-Virus ausgelösten Grippe unterscheiden sich laut Wenisch nicht von der anderer Influenza-Formen. Hohes Fieber, Glieder-, Gelenks-Kopf- und Halsschmerzen sollten ein Alarmzeichen sein.

Hat man außerdem innerhalb der Inkubationszeit von sieben bis zehn Tagen einen Mexiko-Aufenthalt absolviert, könnte es sich um H1N1 handeln. In jedem Fall soll man bei entsprechenden Symptomen den Hausarzt kontaktieren, der einen allfälligen Verdacht in Richtung Schweine- oder mexikanische Grippe - wie mittlerweile die bevorzugte Bezeichnung der Mediziner lautet - abklärt.
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