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MI | 11.04.2012
Logo "Die Grünen" (Bild: Die Grünen)
POLITIK
Vorwahlen bereiten Grünen Kopfzerbrechen
Noch bis 15. Juni können Interessierte sich für Grüne Vorwahlen registrieren. Jeder Registrierte kann auf die Listenerstellung der Grünen für die Wien-Wahl 2010 Einfluss nehmen. Die Partei sieht die Initiative nicht nur zustimmend.
Unterstützer werden gesammelt.
Bisher 310 Interessenten registriert
310 Vorwähler registrierten sich bis Freitagabend. Ziel der Initiative ist es laut eigener Definition, "die Grünen Kandidatinnen und Kandidaten dazu zu bringen, sich noch stärker mit ihren Wählerinnen und Wählern auseinander zu setzen und sich auch schon vor der Landesversammlung, also in Vorwahlen, zu positionieren."
Laut Statut mit Mitspracherecht
Laut dem Statut der Wiener Grünen sind Unterstützer, das sind keine Parteimitglieder, berechtigt, bei der Landesversammlung der Wiener Grünen mitzubestimmen, wer von den Kandidaten in welcher Reihenfolge gelistet wird.
Innerhalb der Grünen ist die Meinung geteilt.
Zustimmung und Verwunderung in der Partei
Die Klubchefin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, hält dies für eine gute Sache: "Ich halte viel davon, dass die Grünen eine offene Partei sind." Es sei positiv, wenn viele Menschen Interesse zeigten.

Angesichts der quantitativen Ausnahmesituation, bis zuletzt hatten 30 Personen Unterstützterstatus, sieht der Leopoldstädter Bezirksrat Markus Rathmayer dies anders: "Wir sind kein Wahlverein." Es herrsche bei einigen Parteiangehörigen Ärger und Verwunderung, da diese meinten, hier handle es sich um Leute, die alles mitbestimmen wollen, aber nichts anderes machen, als nur am 15. November zu wählen.
Wähler, nicht Parteihierarchien sollen entscheiden.
Erste Anträge genehmigt
Helge Fahrnberger, einer der Initiatoren der Vorwahlen, versucht, Bedenken zu zerschlagen. Es gehe um einen Kernbereich der Demokratie, nämlich das Personal in den Parlamenten. Durch mehr Mitbestimmung von außen würden die Kandidaten vor der Listenerstellung gezwungen, zu sagen, wofür sie stehen.

Laut dem Landesgeschäftsführer der Grünen, Robert Korbei, wurden die ersten Vorwähler-Anträge bereits genehmigt. Allerdings seien auch schon einige Anträge abgelehnt worden. Andere wiederum seien in einer "Warteschleife". Mit dieser Gruppe sollen Gespräche geführt werden, wie sich die Betroffenen die Zusammenarbeit mit den Grünen konkret vorstellen könnten.
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