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MI | 11.04.2012
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POLITIK
Grüne: Silvia Nossek neue Landessprecherin
Silvia Nossek (44) ist am Sonntag zur neuen Landessprecherin der Wiener Grünen gewählt worden. Beherrscht war die Landesversammlung aber von der Debatte über die aktuell große Bewerberanzahl von Partei-"Unterstützern".
Nossek: Positionierung für Wien-Wahl als strategischer Schwerpunkt.
Knappe Entscheidung
Das Abstimmungsergebnis bei der 62. Landesversammlung fiel äußerst knapp aus: Von 256 gültigen entfielen 131 Delegiertenstimmen auf die derzeitige Obfrau der Grünen Bildungswerkstatt. Das entspricht einer Zustimmung von 51,17 Prozent.

Der einzige Herausforderer Lukas Wurz, der die im Herbst 2008 zurückgetretene Birgit Meinhard-Schiebel bis dato interimistisch vertreten hatte, unterlag demnach mit 125 Stimmen oder 48,83 Prozent. Als strategischen Schwerpunkt nannte die designierte Geschäftsführerin gegenüber der APA die Positionierung für den Wahlkampf im Vorfeld der 2010 anstehenden Gemeinderatswahl.

Neben der Wahl der neuen Landessprecherin und des Vorstands entspann sich bei der Versammlung eine Debatte über die aktuell große Bewerberanzahl von Partei-"Unterstützern". Diese wollen Mitte November bei der Listenerstellung für die Wien-Wahl 2010 mitmischen.
Chorherr: Ablehnung von Bewerbern schadet
uns massiv.
Unterstützerdebatte dominierendes Thema
Während etwa Christoph Chorherr die Entscheidung des Vorstands, einige Bewerber abzulehnen, als "verheerenden Fehler, der den Grünen massiv schadet", bezeichnete, stellte Claudia Smolik klar: "Wählen allein am 15. November ist keine Mitarbeit für die Grünen."

Laut Smolik sind momentan 682 Menschen daran interessiert, bei den Grünen Unterstützer - und zum geringen Teil auch Mitglieder - zu werden. Das habe bei vielen einen "Schock" ausgelöst. Es werde versucht, jene Unterstützer "auszufiltern", die nur mobilisiert worden seien, um im Herbst für einen bestimmten Kandidaten zu stimmen, so Smolik. Das geschehe aber keinesfalls durch "Gesinnungstests".

Was die interne Debatte über den großen Zulauf potenzieller Unterstützer betrifft, gehe es darum, solche "organisierten Anmeldungen" genau anzuschauen, so Nossek. Entscheidungsprozesse müssten auch künftig offen erfolgen, aber ebenso Qualität haben.
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