Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Polizei (Bild: ORF.at/Christian Öser)
CHRONIK
"SoKo Ost" bekämpft Einbrüche in Wien
200 Beamte einer neuen "SoKo Ost" werden ab Juli in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland speziell zur Bekämpfung von Einbrüchen eingesetzt. Das hat Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) bekanntgegeben.
Die "SoKo Ost" ist ab 1. Juli aktiv.
Aufklärungsquote verbessern
Fekter verspricht sich durch die "SoKo Ost" vor allem eine Verbesserung der Aufklärungsquote für Wien. Diese lag in den ersten fünf Monaten bei der Gesamtkriminalität bei 31,1 Prozent.

Außerdem soll mit 1. Juli in Wien auch ein Paket umgesetzt werden, das die Beamten bei den Verwaltungsaufgaben entlasten und als Pilotprojekt für andere Bundesländer dienen soll.
Tägliches Lagebild wird erstellt.
Kein Halt vor Staatsgrenzen
"Ich will, dass die Täter es nicht so leicht haben hier bei uns in Österreich", sagte Fekter bei der Präsentation des Programms. Von einer gemeinsamen Einsatzzentrale aus soll die Soko künftig ein tägliches, länderübergreifendes Lagebild erstellen, Brennpunkte herausarbeiten und entsprechende Schwerpunkte durchführen.

Die Arbeit der Einheit werde nicht vor Staatsgrenzen halt machen, es gebe gute Kooperationen, sagte der Direktor des Bundeskriminalamts, Franz Lang.
Sonderkommission zunächst auf drei Monate beschränkt.
Spezielle Ausrüstung
Der Sondereinheit wurden 90 Beamte aus dem Burgenland, 60 aus Niederösterreich, 20 aus Oberösterreich sowie je 15 aus Kärnten und der Steiermark zugeteilt. Darunter sind Experten für Grenzüberwachung und Kfz-Diebstahl.

Wien, Niederösterreich und das Burgenland übernehmen die operative Leitung. Die Einheit ist unter anderem mit 40 Fahrzeugen, Wärmebildkameras und Zugang zu speziellen elektronischen Fahndungssystemen ausgestattet.

Die Arbeit der SoKo wird von Anfang an analysiert. Nach drei Monaten wird der Erfolg beurteilt und über Weiterführung und Personalstärke entschieden.
Einfachere Abläufe sollen 100 Beamte freispielen.
Verwaltungsvereinfachung in Wien
In Wien soll zusätzlich eine Verwaltungsreform der Polizei die Arbeit erleichtern. Administrative Tätigkeiten sollen vereinfacht und verlagert werden. So wird sich laut Fekter ab 1. Juli die Sicherheitsverwaltung darum kümmern, zum Beispiel Mitteilungen für Versicherungen zu bearbeiten.

Weiters wird der Ablaufprozess bei Anzeigen gegen unbekannte Täter an die Staatsanwaltschaft vereinfacht. Insgesamt sollen so 100.000 Eintragungsvorgänge pro Jahr eingespart werden. Ein neues Anzeigenformular mit Ankreuzmöglichkeiten soll ebenfalls Zeit ersparen. Durch all diese Maßnahmen werden laut Fekter 100 Polizisten für kriminalistische Tätigkeiten frei.

Sollte sich das Modell bewähren, soll es auch in den übrigen Bundesländern eingeführt werden.
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