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MI | 11.04.2012
Besucher am Donauinselfest mit Regenschirmen
LIFESTYLE
Zwei Millionen Besucher beim Donauinselfest
Feucht, aber fröhlich ist das 26. Donauinselfest über die Bühne gegangen. An den drei Tagen kamen mehr als zwei Millionen Menschen. Nächstes Jahr könnte das Festival auf September verlegt werden.
Roger Cicero
Roger Cicero sorgte für Swing auf der Insel.
Ambros mit großem Orchester
Trotz gelegentlicher Wolkenbrüche strömten am Sonntag noch einmal rund 700.000 Besucher auf das Festgelände, wobei die Partygäste zumindest am Abend - also während der Hauptacts - Glück hatten: Es blieb zur späteren Stunde weitgehend trocken.

Zu den Highlights am Finaltag gehörten unter anderem "Mr. Swing" Roger Cicero auf der Radio-Wien-Festbühne.

Austropop-Legende Wolfgang Ambros brachte eine orchestrale Neuinterpretation seiner größten Hits - sowie Christian Kolonovits und das Orchester der Vereinigten Bühnen - mit. Auch "Es lebe der Zentralfriedhof" und "Schifoan" mit großem Orchester fehlten nicht.
Wolfgang Ambros
Silbermond (Bild: APA/Rolf Haid)
Silbermond lockte Fanmassen an.
Großer Andrang bei Silbermond
Gut besucht waren auch die Auftritte von EAV und der deutschen Band Silbermond auf der Ö3-Bühne.

Kontrastprogramm dazu bot die FM4-Bühne. Dort waren unter anderen die Sofa Surfers zu Gast - und zur späteren Stunde die Melvins, die als Grunge-Urväter gelten.
DIF
Überfluteter Treppelweg auf Donauinsel (Bild: ORF) Knapp an Absage vorbeigeschrammt
Die 26., leicht abgespeckte Ausgabe des Donauinselfests ging plangemäß über die Bühne. Was nicht unbedingt zu erwarten war: Noch kurz vor Beginn des Mega-Events war aufgrund des Hochwassers sogar eine Absage nicht ausgeschlossen worden. Auch der Verzicht auf das Freitagsprogramm war im Raum gestanden.

Letztlich konnte das Gelände doch festtauglich gemacht werden, wobei sogar Schneepflüge, die die Wege vom Schlamm befreiten, zum Einsatz kamen.
Donauinsel
Polizisten auf der Donauinsel (Bild: APA/ Herbert Neubauer) 500 Rettungseinsätze
Der Arbeitersamariterbund musste an den vergangenen drei Tagen insgesamt rund 500-mal Hilfe leisten, was unter dem üblichen Schnitt liegt.

Auch die Polizei verzeichnete aufgrund der geringeren Besucherzahl in diesem Jahr weniger Einsätze. Abgesehen von einer Messerstecherei gab es kaum nennenswerte Zwischenfälle.
Die Einsatzkräfte zeigten sich mit dem Verlauf zufrieden.

Die Kontrollen von Wirten und Gästen sollen auch im nächsten Jahr beibehalten werdem. Ein Standler musste heuer sogar seine Sachen packen: Er hatte Spirituosen entgegen den Vorschriften zu billig angeboten.
Donauinselfest
Wie bei der Euro 2008 könnte das DIF wieder im Herbst stattfinden.
Donauinselfest 2010 im September?
Kommendes Jahr könnte das Donauinselfest wieder im September stattfinden. Wie der Chef der Organisatoren, SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch, berichtete, soll über den Sommer evaluiert werden, ob die Mega-Party nächstes Jahr so wie traditionell zu Sommerbeginn oder erst Anfang Herbst über die Bühne geht.

Bereits vergangenes Jahr hatten sich die Veranstalter entschieden, auf einen Termin im September auszuweichen. Dafür verantwortlich war ein anderes Großevent, das den Juni dominierte: die Fußball-EM. "Es muss nicht immer der Frühsommer sein", hielt Deutsch einen späteren Termin auch künftig für möglich.

Bewährt hat sich laut Deutsch die Reduzierung des Festgeländes. Das Brigittenauer Ufer wird auch in Zukunft nicht mehr einbezogen. Es ergebe Sinn, das Fest auf der Insel zu konzentrieren, so Deutsch.
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