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MI | 11.04.2012
Alter Aufzug in Wien (Bild: APAGünter R. Artinger)
KOMMUNALES
Engpass droht: Lift rechtzeitig umbauen
Bis März 2012 müssen alle Wiener Aufzüge mit Fahrkorbtüren nachgerüstet sein. Der TÜV warnt nun davor, dass die Aufzugsfirmen einen Auftragsansturm kurz vor Ende der Frist nicht bewältigen können.
Liftanlage in Wien (Bild: TÜV Austria) Warnung vor Engpass
Jeder siebente Lift in Wien entspricht derzeit nicht den modernsten Sicherheitsstandards. Nach dem Wiener Aufzugsgesetz müssen noch rund 5.000 Aufzüge bis März 2012 nachgerüstet werden. Die meisten Aufzüge ohne Fahrkorb-Innentüren befinden sich in Altbauten.

Die 1.000 Lifte in den Gemeindebauten werden zeitgerecht fertig, so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Alle anderen Aufzugsbetreiber sollten aber rechtzeitig daran denken, die Arbeiten fristgerecht einzuleiten, da die Aufzugsfirmen einen Ansturm in letzter Sekunde nicht bewältigen könnten.
Harte Strafen drohen
Nach Ablauf der Frist drohen laut Ludwig harte Sanktionen von hohen Geldstrafen bis hin zu sechs Wochen Haftstrafe. Das Aufzugsgesetz wurde verschärft, nachdem es in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Unfälle mit alten Aufzügen gegeben hatte. In einigen Fällen wurden Menschen dabei sogar getötet.
Aufzüge (Bild: TÜV Austria)
Förderung bis zu 40 Prozent
Der Einbau einer Fahrkorbtür kostet im Schnitt 4.500 Euro. Die Stadt fördert ihn jetzt mit bis zu 40 Prozent. Im Vorjahr unterstützte die Stadt Wien die Umrüstung älterer und alter Aufzugsanlagen in Form von nicht rückzahlbaren Einmalzuschüssen mit insgesamt rund fünf Millionen Euro.

In den vergangenen sechs Jahren wurden mehr als 7.400 Aufzüge mit Fahrkorbtüren nachgerüstet, davon allein rund 2.200 in Wiener Gemeindebauten.
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