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MI | 11.04.2012
ULF in der Werkstatt (Bild: Wiener Stadtwerke)
CHRONIK
Straßenbahnbrand: ULFs werden umgebaut
Als Konsequenz aus einem Brand einer Garnitur vor drei Wochen rüsten die Wiener Linien ihre 196 Niederflurstraßenbahnen vom Typ ULF um. Das Brandgutachten steht noch aus, der Hersteller Siemens will dieses noch abwarten.
Als Sofortmaßnahme wird eine Nirostaplatte eingebaut.
Behörden genehmigten Einbau einer Platte
Der Einbau einer Nirostaplatte in die ULF-Garnituren wird als Sofortmaßnahme bezeichnet, die von den Behörden genehmigt worden ist. Dieser Einbau könne aber nicht die endgültige Lösung sein, so Michael Zentner, Sprecher der Wiener Linien.

Das Verkehrsunternehmen verhandelt derzeit mit dem Hersteller der Straßenbahnen, Siemens. Das Unternehmen will aber noch das endgültige Ergebnis der Gutachter abwarten.
Abdeckung für Schaumstoffschicht
Die Nirostaplatte wird über eine Schallschutzmatte geschraubt, die sich gemeinsam mit der Räderaufhängung, hydraulischen Systemen und anderen technischen Einrichtungen am Ende des Wagens befindet.

Die Schallschutzmatte hatte bei dem Zwischenfall, bei dem niemand verletzt wurde, Feuer gefangen. Ursache dürfte ein von unten angesaugtes Objekt gewesen sein, das die Schutzschicht beschädigte und die dahinterliegende, leichter brennbare Schaumstoffschicht freigelegt haben dürfte.
Die Kosten sind noch offen.
Drei Garnituren werden täglich umgerüstet
Laut Zentner sei nicht abzuschätzen, ob die derzeit laufende Sofortmaßnahme alle ULF-Garnituren betreffen wird. Sollte Siemens vor Abschluss der Umbauphase eine "anwendbare Lösung" vorgelegt haben, sei die Nirosta-Variante für die dann noch ausstehenden Straßenbahnen nicht mehr nötig.

Die Kosten für den Umbau könnten derzeit nicht beziffert werden, hieß es weiter. 13 Garnituren seien bisher umgebaut worden. Pro Tag kämen drei weitere hinzu.
Lieferstopp für neue Serie
Kurz nach dem Zwischenfall hatten die Wiener Linien die Auslieferung aller noch ausstehenden ULF-Garnituren stoppen lassen. Betroffen davon sind 104 Fahrzeuge aus der aktuellen, 150 Garnituren umfassenden Lieferserie. 46 davon sind bereits in Wien unterwegs.

Michael Lichtenegger, Geschäftsführer der Wiener Linien, hatte Ende Juli betont, man erwarte von Siemens, entsprechende Schutzmaßnahmen für die noch zu liefernden Straßenbahnen zu setzen.
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