Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Mary J. Blige (Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL)
VERANSTALTUNG
Stardebakel bei Jackson-Tribute
Die Sängerin Mary J. Blige wird doch nicht an dem Michael-Jackson-Gedächtniskonzert in Wien teilnehmen. Die nächste Enttäuschung gab es bei der Pressekonferenz von Jermaine Jackson in Berlin, er konnte keine neuen Stars präsentieren.
Auch Chris Brown nicht dabei
Die Sängerin würde gerne teilnehmen, es gehe sich aber zeitlich nicht aus, so die Sprecherin von Blige, Karynne Tencer. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin zeigte sich Jermaine Jackson trotz dieses Dementis noch optimistisch: Ich "möchte es möglich machen", sagte er.

Aber auch Chris Brown wird entgegen der Ankündigung nicht nach Wien kommen, wie es hieß. Brown, der nach einem tätlichen Angriff auf seine Ex-Freundin Rihanna zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurde, hätte laut der Agentur Reuters nur auftreten können, wenn es grünes Licht des für ihn zuständigen US-Gerichts gegeben hätte.
Suche nach Stars für Jackson-Konzert läuft.
Tickets bis 512 Euro
Von Madonna über U2 bis Lionel Richie drehte sich ursprünglich das Namenskarussell jener Popgrößen, die gerüchteweise zum Tribute kommen sollten. Dementsprechend waren auch die Preise zwischen 63 und 512 Euro angesetzt.

Jermaine Jackson präsentierte unterdessen weder in London noch in Berlin fixe Zusagen für das Konzert. Er sprach lediglich von Gesprächen mit Stevie Wonder und R. Kelly. Für kommende Woche ist in Wien eine erneute Pressekonferenz angekündigt.
Kindel: "U2 nie erwähnt"
In Berlin trat Produzent Georg Kindel dagegen auf, dass die Veranstalter Namen wie U2 und Madonna angekündigt hätten: "U2 etwa wurden nie erwähnt. U2 sind nicht erreichbar, weil sie auf Tour sind. So einfach ist das." Er selbst habe viele Shows auf die Beine gestellt, etwa mit Mary J. Blige oder Paul McCartney. "Ich habe aber niemals erlebt, was derzeit passiert an falschen und unwahren Geschichten."

Die Frage nach Namen von Topstars, die an dem Tribute teilnehmen, sei die falsche Frage.. Der Star des Events heiße Michael Jackson. Kindel fragte, wer denn ein Star sei? "Wenn jemand neunmal den Grammy Award erhält, wer ist dann ein Top-Star? Wer ist A-Liste, wer B-Liste? Jeder hat einen anderen Musikgeschmack", so Kindel.
Familie sieht keine Verbindung zu Österreich.
Keine Jackson-Kinder bei Tribute?
Berichte über Troubles im Hause Jackson wegen des Konzerts rundeten das Chaos um das Konzert ab.

Nachdem es am Mittwoch Zweifel gegeben hatte, ob die Mutter von Michael und Jermaine Jackson, Katherine, nach Wien kommen werde, präsentierte Jermaine Jackson in Berlin nun ein Video. Darauf sagt Katherine Jackson, dass sie dem Konzert beiwohnen wird.

Auf der Website TMZ.com, die als Erste vom Tod Michael Jacksons berichtet hatte, heißt es, dass laut nicht näher genannten Quellen kein Familienmitglied außer Jermaine Jackson nach Wien kommen werde. Die Familie meine, dass Wien als Ort des Konzerts sinnlos sei, da Michael Jackson zu Österreich "keine besondere Verbindung" hatte.
Stadt überlegt Rückzieher
Mit 600.000 Euro wollte sich die Stadt Wien ursprünglich am Jackson-Tribute vor Schloss Schönbrunn beteiligen. Nun heißt es, der Betrag sei keineswegs fix. Einig ist sich die Opposition: Für das Tribute dürfe kein Steuergeld fließen.
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