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MI | 11.04.2012
Demonstranten halten Augartenspitz besetzt (Bild: ORF)
CHRONIK
Augartenspitz: Aktivistin erhielt Klage
Die Sängerknaben haben ihre Ankündigung wahr gemacht und Raja Schwahn-Reichmann auf Unterlassung geklagt. Ihr "Josefinisches Erlustigungskomitee" hält das Gelände für den Konzertsaal im Augartenspitz seit Wochen besetzt.
Aktivistin übergab Angelegenheit ihrem Anwalt.
"Die Amtsschimmel wiehern"
"Das ist der Versuch, sich auf eine Rädelsführerin einzuschwingen", kommentierte Schwahn-Reichmann die Klage. Sie ist die einzige der Augarten-Aktivisten, die vom Anwalt der Sängerknaben geklagt wurde.

Die Sängerknaben fordern unter anderem, dass Schwahn-Reichmann den Augartenspitz in Zukunft nicht mehr betritt. "Die Amtsschimmel wiehern, und die Baulöwen ärgern sich", so ihre Entgegnung. Sie hat die Angelegenheit ihrem Anwalt übergeben.
Aktivistin soll Zugang zum Gelände verwehrt werden.
Erklärtes Ziel: Konzerthallenbau verhindern
In dem Schreiben heißt es unter anderem: "Unter dem Deckmantel der angeblichen Bewahrung der einzigartigen Schönheit des Augartenspitzes durch die Beklagte sowie weitere 'Berufsdemonstranten' ist es das erklärte Ziel, den (...) geplanten Bau einer Konzerthalle für die klagende Partei zu verhindern."

Weiters ist im Bezug auf Schwahn-Reichmann zu lesen: "Sie organisiert 'Gelage' und unterstützt Rechtsbrüche weiterer Personen."
Baubescheid wird geprüft
In die Causa hat sich mittlerweile auch die Volksanwaltschaft eingeschaltet: Am 24. September wurde gegen den Bescheid des Bundesdenkmalamts ein Prüfungsverfahren eingeleitet. Laut dem Bescheid darf im Augarten gebaut werden.

Keine Fortschritte gibt es hingegen bei dem Versuch der Augarten-Aktivisten, mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) über die Angelegenheit zu sprechen. "Wir urgieren wöchentlich, aber es hat sich noch nichts getan", sagte Eva Hottenroth vom Verein "Freunde des Augartens".
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