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MI | 11.04.2012
Palais Hansen (Bild: APA/Roland Schlager)
TOURISMUS
Kempinski mietet sich im Palais Hansen ein
Das Wiener Ringstraßenpalais Hansen wird zum Luxushotel. Die deutsche Kempinski-Gruppe hat den Zuschlag für die Umgestaltung erhalten. Baupläne sollen bis März 2010 präsentiert werden.
Kempinskis erster Standort in Österreich
"Als Europas älteste Luxushotelgruppe mit deutschen Wurzeln sind wir Österreich sehr verbunden. Seit vielen Jahren ist es unser Wunsch, ein herausragendes Hotel mit europäischem Flair in Wien zu betreiben", zeigte sich Kempinski-Präsident Reto Wittwer erfreut.
Die Pläne für das neue Hotel werden gerade erarbeitet.
Luxushotel und Luxuswohnungen
In dem Gebäude sollen rund 150 Zimmer und Suiten, Seminarräumlichkeiten, ein Ballsaal und ein Spa-Bereich ihren Platz finden. Ab 2012 sollen aber nicht nur Hotelgäste ein exklusives Ambiente genießen. Auch Luxuswohnungen sollen in dem Gebäude entstehen.

An den Plänen arbeitet bereits ein Team um die Architekten Boris Podrecca und Dieter Hayde. Nach Abstimmung mit den Behörden und dem Erhalt der Baugenehmigung sollen die Baupläne im ersten Quartal 2010 präsentiert werden.
Palais Hansen (Bild: APA/Roland Schlager)
Hotel soll auch ein Impusl für die unmittelbare Umgebung sein.
Betreibervertrag über 30 Jahre
Bisheriger Eigentümer war ein Konsortium bestehend aus Porr Solutions, Warimpex, Wiener Städtische Versicherung und Wien-Holding. Der Betreibervertrag mit der Kempinski-Gruppe ist auf 30 Jahre abgeschlossen worden. Eine Option zur Verlängerung gebe es, hieß es. Über die Höhe der Miete gibt es keine Auskunft.

"Der Nutzungsmix aus Hotel und Wohnungen eignet sich hervorragend für diesen zentral gelegenen Standort und wird auch einen aktiven Beitrag zur Belebung des unmittelbaren Umfeldes leisten", sagte der Geschäftsführer der Porr Solutions, Friedrich Gruber.
Nach Plänen von Theophil Hansen
Das Palais Hansen war schon einmal ein Hotel. Das im Stil der Neorenaissance von 1869 bis 1873 errichtete Gebäude bot Gästen der Weltausstellung 1873 Unterkunft. Danach wurde es zum Wohnhaus umgebaut, 1941 wurde es zum Amtsgebäude. Jahrzehntelang war darin das Gesundheitsamt untergebracht.

Entworfen wurde das Gebäude vom Architekten Theophil Hansen. Er hatte zuvor bereits das Heeresgeschichtliche Museum und den Musikverein errichtet, später sollten noch die Akademie der bildenden Künste, die Börse und das heutige Parlament nach seinen Plänen entstehen.
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