Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Maria Vassilakou (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
WIEN-WAHL 2010
Wiener Grüne bringen sich in Stellung
Am Sonntag fixieren die Wiener Grünen als erste Partei ihre Kandidatenliste für die Wien-Wahl 2010. Spannung gibt es um die Platzierung von Quereinsteigern. Insgesamt rittern 63 Kandidaten um 36 Listenplätze.
Vassilakou wird Wiener Grüne in die Wahl führen.
1.500 Mitglieder eingeladen
"Wien wählt grün - Unser Team für 2010": So lautet das Motto der 63. Landesversammlung im Austria Center. Am Rednerpult wird - neben sämtlichen antretenden Kandidaten - auch Bundessprecherin Eva Glawischnig stehen. Eingeladen sind alle rund 1.500 Grünen-Mitglieder sowie etwa 450 Unterstützer.

Diese Gruppe, die ebenfalls bei der Listenerstellung wahlberechtigt ist, erfuhr in den vergangenen Monaten enormen Zulauf, nachdem diverse Internet-Plattformen wie "Grüne Vorwahlen" Mobilisierungsarbeit geleistet hatten. Das große Interesse sorgte dabei für teils heftige parteiinterne Debatten.
Spannende Platzierung der Quereinsteiger
Im Zuge der Listenfixierung werden die ersten vier Plätze einzeln gewählt, alle darauffolgenden in Blöcken zu je vier Plätzen. Die Kandidaten können selbst bestimmen, ab welchem Platz bzw. für welchen Block sie kandidieren wollen.

Die Frage nach Platz eins dürfte dabei so gut wie entschieden sein. Neben Klubobfrau Maria Vassilakou tritt für die Spitzenposition nämlich nur ein bisher in der Politik unerfahrener EDV-Experte an, wie auf der Online-Präsentationsplattform zu lesen ist.

Die Kandidaturen für die hinteren Positionen sind jedenfalls rege von "Außenseitern" durchsetzt. Durchaus mit Spannung erwartet werden kann, wie weit vorne sich Quereinsteiger platzieren können, um damit - angesichts der erwartbaren Mandate - etablierte Grüne aus dem Gemeinderat bzw. Landtag zu verdrängen.
Peter Kern will Filmkunst für Grüne an den Nagel hängen.
Regisseur will Kulturstadtrat werden
Mit gefakten Wahlplakaten der fiktiven rechtsradikalen "Partei für Recht, Würde und Tugend", die mit markigen Sprüchen wie "Soziale Wärme statt Woame" für Irritation sorgten, hat Peter Kern kürzlich seinen jüngsten Film "Blutsfreundschaft" beworben. Nun will der Regisseur den Sprung in die Realpolitik schaffen.

Sein Ziel: Nach der Wien-Wahl 2010 Kulturstadtrat werden. Dafür würde er auch die Filmkunst temporär an den Nagel hängen, sagte er im Interview.

Neben dem Filmschaffenden findet sich in der grünen Kandidatenliste übrigens noch ein anderer prominenter Name: Klaus Werner-Lobo. Der 42-jährige Globalisierungskritiker, der mit Büchern wie "Schwarzbuch Markenfirmen" große Bekanntheit erlangte, will sich für die Bereiche Wirtschaft, Soziales, Demokratie und Menschenrechte starkmachen.

Werner-Lobo kandidiert ab dem fünften Listenplatz, Kern bereits ab dem vierten.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News