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MI | 11.04.2012
Demo für Kinderrechte (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
CHRONIK
Kinderrechte endlich in Verfassung
Rund 200 Kinder und Erwachsene haben am Freitag mit einer Parade über die Mariahilfer Straße die rasche Umsetzung der Kinderrechte in der Verfassung eingefordert. Im Ministerrat wurde zuletzt ein entsprechender Beschluss gefasst
Auch Kinder waren bei der Demo dabei.
Kindeswohl als Priorität
Vor 20 Jahren beschlossen die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention. 1992 wurden die Kinderrechte zwar in Österreich ratifiziert, allerdings nicht in der Verfassung festgeschrieben. Das soll nun passieren: Konkret geht es um das Recht, vor Gewalt beschützt zu werden, das Recht auf Bildung, künstlerische Entwicklung und das Recht auf Information.

Ein Beispiel aus der Praxis: Kinder sollen in schwierigen Scheidungsfällen einen eigenen Anwalt bekommen. Das sogenannte Kindeswohl müsse dabei an oberster Stelle stehen, hieß es von den Demonstranten.

Die Kinderfreunde wünschen sich weiters auch den Wegfall des Artikel 7 der geplanten Verfassungsbestimmung, weil er die Rechte in bestimmten Fällen wieder relativiere (und etwa das Fremdenrecht über die Kinderrechte stellt).
Demo für Kinderrechte (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
Veranstalter der Demonstration waren die Kinderfreunde.
Demo für Kinderrechte (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
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