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MI | 11.04.2012
Christina Stürmer (Bild: Apa/Roland Schlager)
KULTUR
Bundeshymne: Verlag bleibt bei Klagsdrohung
Der Sessler-Verlag droht weiter mit einer Unterlassungsklage gegen die von Christina Stürmer gesungene Version der Bundeshymne. Die eigentliche Erbin der Textdichterin hatte sich zuletzt von rechtlichen Schritten distanziert.
Erklärung von Seiten des Unterrichtsministeriums erwartet.
Verlag ortet drei Vergehen
"Wir sind verpflichtet, Verträge zu erfüllen", berief sich Sessler-Verlagsgeschäftsführer Ulrich N. Schulenburg auf seine Pflicht, die Autorenrechte zu wahren. Sollte im Laufe des Montags keine Erklärung des Unterrichtsministeriums wegen dessen PR-Kampagne einlangen, werde geklagt.

Konkret ortete Schulenburg drei Vergehen bei der Hymnen-Version Stürmers: Neben der vorgeworfenen Textverfälschung sieht man dort auch nicht bezahlte Werbung mit literarischen Zitaten sowie eine Verfälschung der Musik durch dir Rock-Interpretation.

Schulenburg hofft aber noch auf Einsicht im Unterrichtsministerium: "Wenn es ein Entgegenkommen der Gegenseite gibt, kann man sich zusammensetzen."
"Töchter" werden zusätzlich besungen
Der Spot des Unterrichtsministeriums hatte mit einer geänderten Version der Bundeshymne für Wirbel gesorgt: Sängerin Christina Stürmer ließ darin nicht nur die "großen Söhne", sondern auch die "Töchter" hochleben. Der Sessler-Verlag verlangte daraufhin eine Unterlassungserklärung.

Wenige Tage später distanzierte sich Koschka Hetzer-Molden, die Erbin nach der Textdichterin Paula von Preradovic, von den Drohungen. "Sie hat wahrscheinlich den Vertrag vergessen", so Schulenburg. Der Verlag sei verpflichtet, Autorenrechte zu schützen.
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