Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
AUA (Bild: ORF.at/Rieder)
WIRTSCHAFT
AUA hat sich von der Börse verabschiedet
Die deutsche Lufthansa hat die Österreich-Tochter Austrian Airlines (AUA) von der Börse genommen. Die Austrian-Airlines-Aktie ist somit als Börsentitel Geschichte.
Einsprüche der zwangsabgefundenen Aktionäre blieben ohne Wirkung.
"Squeeze-out" in Firmenbuch eingetragen
Nachdem Mitte Dezember in einer Sonder-Hauptversammlung der Weg frei gemacht worden war, die restlichen Streubesitzaktionäre abzufinden, war der Abschied von der Börse ("Delisting") nur noch eine Frage der Zeit.

Wie die seit September der Lufthansa gehörende AUA mitteilte, trug das Handelsgericht Wien mit Wirkung zum 4. Februar 2010 den in der Hauptversammlung vom 16. Dezember 2009 beschlossenen Gesellschafterausschluss ("Squeeze-out") ins Firmenbuch ein.

Anfechtungsklagen eines Hedgefonds und kritischer Kleinaktionäre wie des Investors Rupert Heinrich Staller konnten die Eintragung nicht wesentlich verzögern.
Alle Anteile gehören AUA-Hauptaktionär
Mit Donnerstag gingen somit alle Anteile der zwangsabgefundenen Minderheitsaktionäre von Gesetzes wegen auf den AUA-Hauptaktionär ÖLH Österreichische Luftverkehrs-Holding-GmbH über.

Mit Eintragung des Squeeze-out-Beschlusses wurde der amtliche Handel mit an der Wiener Börse notierten Aktien ausgesetzt.
50 Cent Zwangsabfindung je Aktie.
Seit 1988 an Börse
Im Juni 1988 war die AUA mit dem Verkauf von 25 Prozent des Aktienkapitals an die Börse gebracht worden. Dann sank der Staatsanteil auf rund 40 Prozent.

Nach einem Nervenkrieg um EU-Genehmigungen gehört die schwer defizitäre AUA seit September 2009 der Lufthansa. Der Streubesitz (am Schluss nur noch 3,9 Mio. Aktien) wurde mit 50 Cent je Aktie zwangsabgefunden. Die AUA-Aktie schloss am Mittwoch mit 1,89 Euro.
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