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MI | 11.04.2012
Polizisten und Absperrgitter vor der Oper
CHRONIK
Keine Demo gegen den Opernball
Die Zeiten der Demonstrationen gegen den Opernball scheinen vorbei: Bisher gibt es keine Anmeldung. Zwei politische Kundgebungen finden aber in der Nähe der Oper statt.
Opernball dürfte für Polizei entspannt verlaufen.
Mobilisierungspotenzial verloren
Gingen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre noch Tausende auf die Straße, gibt es dieses Jahr nicht einmal einen Internet-Aufruf. Der Opernball habe sein Mobilisierungspotenzial offensichtlich verloren, wie es von Demo-Veteranen hieß.

"Gegen ein Kasperltheater demonstriert man nicht", so Martin Margulies, Ex-Opernball-Demonstrant und heute Budgetsprecher der Wiener Grünen. "Was steht heute im Vordergrund beim Opernball? Wen bringt der Lugner als Stargast, was verdienen Haider und Heinzl?"

Und nicht zuletzt: "Die Leute von damals sind heute 40, 45", sagte Margulies.
Burschenschafterball regt mehr auf
Die Energien würden sich auf andere Konflikte wie etwa den Ball des Wiener Korporationsringes (WKR-Ball) konzentrieren, so ein namentlich nicht genannt werden wollender Demo-Veteran gegenüber der Austria Presse Agentur.

"Und das hat man ja auch bei der Demo zum WKR-Ball gesehen: Ohne ein paar 1.000 Leute auf der Straße gibt's keinen Zinnober", hieß es.
Umleitungen für Verkehr
Freude gibt es jedenfalls bei der Polizei über die nicht stattfindende Opernball-Demo. "Wir sind froh, dass es keine Opernball-Demo mehr gibt, und wir brauchen auch keine", sagte Hejl. Unklar bleibt damit auch, ob es überhaupt eine Sperrzone um die Oper gibt.

Der Ring wird von 20.00 bis 23.00 Uhr zwischen Schwarzenbergplatz und Operngasse gesperrt und der Verkehr über die 2er-Linie umgeleitet. Auch die Straßenbahnen müssen anders geführt werden. Aus Sicherheitsgründen müssen laut Wiener Linien ab etwa 19.00 Uhr die U-Bahn-Aufgänge im Bereich Kärntner Ring und Oper gesperrt werden.
Wasserleitung zur Oper wird noch erneuert
Eine Sperre gibt es bis einen Tag vor dem Ball in der Operngasse zwischen Albertina und Ring. Dort wird eine Wasserzuleitung zur Staatsoper erneuert. Die Sperre wird vorraussichtlich bis Mittwoch Mitternacht dauern.

Nach einem Gebrechen Ende Jänner wurde von den Wiener Wasserwerken beschlossen, die gesamte Zuleitung noch vor dem Opernball zu erneuern. Der Verkehr wird laut Polizei vorübergehend über die Philharmonikerstraße und die Walfischgasse umgeleitet.
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