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MI | 11.04.2012
Protestierende Studenten vor der Universität Wien (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
CHRONIK
Tausende bei Demo gegen Bologna-Gipfel
Tausende Demonstranten haben am Donnerstag in Wien gegen den Bologna-Gipfel protestiert. Es gab keine gröberen Zwischenfälle. Den Studenten gelang es, Blockaden zu errichten. Der Festakt in der Hofburg begann verspätet.
Protestierende Studenten vor dem Parlament (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer) Protest verlief weitgehend friedlich
Die Veranstalter sprachen von bis zu 12.000 Teilnehmern, die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf etwas mehr als 3.000. 63 Organisationen hatten den Protest unterstützt, der am Nachmittag auf dem Christian-Broda-Platz begann. Die Demonstranten zogen vom Westbahnhof bis zum äußeren Burgtor und auch zum Hauptgebäude der Universität Wien.

Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die Demonstranten, fand aber kaum einen Grund einzuschreiten. Laut Polizei wurden vereinzelt Farbbeutel auf Gebäude geworden. Fünf Personen seien festgenommen worden.
Protestierende Studenten vor dem Parlament (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Beatrix Karl, Marius Rubiralta (Spanischer Minister für Forschung und Bildung), EU-Kommissarin Androulla Vassiliou und Claudia Schmied (v.l.n.r.) (Bild: APA/Georg Hochmuth) Festakt in Hofburg begann mit Verspätung
Die protestierenden Studenten wollten den in Wien in der Hofburg feiernden Bildungsministern unter dem Motto "Bologna Burns" einen heißen Empfang bereiten und mit Straßenblockaden den Zugang zur Hofburg erschweren.

Die Polizei konnte nicht alle Blockadeaktionen verhindern. So mussten etwa in der Kärntner Straße Demonstranten von der Polizei weggetragen werden. Einige Busse kamen erst verspätet in der Hofburg an. Der Festakt begann um eine Stunde verspätet.
Studien zu stark "verschult"
Die neuen Bachelorstudien sind laut Kritik der Studenten zu stark verschult, die Lehrpläne durch die Verkürzung auf drei Jahre überfrachtet und es gibt daher keinen Raum für wissenschaftliches Arbeiten. Unternehmen hätten zu viel Mitspracherecht, bildungsferne Schichten zu wenig Zugang zu universitärer Bildung.
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