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MI | 11.04.2012
"Kesariya Balam - Liebe ohne Grenzen" (Bild: Sandeep Kumar)
KULTUR
"Liebe ohne Grenzen": Bollywood in Wien
Bollywood ist nicht nur in Indien zu Hause: Das hat sich der austro-indische Filmemacher Sandeep Kumar gedacht. Sein aktuelles Werk "Kesariya Balam - Liebe ohne Grenzen" wurde an Schauplätzen in Wien und Tirol gedreht.
"Indische Romantik mit Wiener Charme".
Stephansplatz und Prater als Drehorte
"Indische Romantik mit Wiener Charme" solle sein Werk versprühen, erklärte Kumar. Der in Wien lebende Inder war bei "Liebe ohne Grenzen" Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion.

Um dem Phänomen Bollywood gerecht zu werden, beinhaltet der Streifen viel Tanz, Musik, bunte Kostüme und Herzschmerz. Auch zu Österreich wurde manches Klischee in den Film verpackt - wenn auch eher landschaftstechnischer Natur.

Als Schauplatz dienten unter anderem der Stephansplatz und der Prater in Wien sowie die Tiroler Berge. "Inder verbinden Romantik mit Bergen und Seen", sagte Kumar. Der Film hatte am Dienstag in Wien Premiere und soll nun auf Festivals gezeigt werden.
Film mit vielen heimischen Darstellern
Die Handlung ist schnell erzählt: Eine Inderin, die vor vielen Jahren in Indien gestorben ist, wird in Wien wiedergeboren. Ihr Schicksal führt sie zurück in die Vergangenheit, als sie auf ihre ebenfalls in Wien lebende Tochter trifft.

Gedreht wurde fast ausschließlich mit heimischen Darstellern, die sich zu Beginn erst einmal in die Welt des indischen Films einleben mussten: "In Bollywood-Filmen werden Emotionen öfter zum Ausdruck gebracht, ein gewisses 'Over-Acting' gehört dazu", sagte Kumar. Die Mitwirkenden castete er unter anderem bei Bollywood-Events.

Die ungewöhnliche Kombination in seinem Film findet Kumar nicht seltsam, denn auch in original indischen Streifen würden immer mehr ausländische Schauspieler zum Einsatz kommen.
Kumar dreht Filme in seiner Freizeit
Zudem hätten Bollywood-Filme in Österreich eine große Fangemeinde: "In den Kinos sitzen zu 95 Prozent Österreicher, die mitfühlen und mitweinen." Mit seinem Werk hofft Kumar einen Trend zu setzen: "Die österreichischen Filmemacher sollen mutiger werden." Bollywood könne man nämlich durchaus auch in einem anderen Setting umsetzen.

Kumar dreht Filme in seiner Freizeit, hauptberuflich ist er Managementberater. Die aktuelle Produktion soll auf nationalen und internationalen Festivals gezeigt werden. Geld ist für die Darsteller vorerst nicht in Aussicht - sie wirkten unentgeltlich mit.
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