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MI | 11.04.2012
Hodina (Bild: APA)
MUSIK
Karl Hodina feiert 75. Geburtstag
Er gilt als Doyen des Wienerliedes, hat aber auch als Maler und Jazzmusiker für künstlerisches Aufsehen gesorgt. Am 7. Juni feiert Karl Hodina seinen 75. Geburtstag.
Hodina ist ausgebildeter Chemigraf und Lithograf.
Erste künstlerische Erfolge als Maler
Hodina absolvierte zunächst eine Ausbildung als Chemigraf und Lithograf. Parallel dazu studierte er als Autodidakt Werke alter Meister und stellte von diesen Arbeiten Reproduktionen her.

1967 folgte in der Galerie 6 Hodinas erste Einzelausstellung. Wegen einer schweren Augenerkrankung musste Hodina jedoch zwei Jahre später seinen Beruf als Lithograf aufgeben.

Seither widmet er sich der Musik, sein Debüt feierte er als Heurigenmusiker in Stammersdorf. Schon 1971 feierte er mit dem Lied "Herrgott aus Sta" seinen Durchbruch.
Erforschung der Volksmusik
Der Akkordeonist widmete sich auch der Erforschung der verschütteten Volksmusik, nachdem ihm der Mangel an Publikationen über die Wienermusik schmerzhaft bewusst geworden war. Die historiografische Lücke schloss er 1979 mit seinem Zyklus "O du lieber Augustin", in dem er Wienerlieder aus drei Jahrhunderten sammelte.

Musikalisch blickte Hodina allerdings auch über den Wiener Tellerrand hinaus und musizierte mit Jazzgrößen wie Herb Ellis und Barney Kessel sowie dem Austrobrasilianer Alegre Correa. Im Gefängnis Stein bei Krems spielte er a la Johnny Cash vor den Insassen.

Als Musiker ist Hodina selbst bis heute Stammgast bei Festivals wie "Wean hean", "Wien im Rosenstolz" und dem "Akkordeonfestival".
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