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MI | 11.04.2012
Batagur-Schildkröte (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky)
TIERGARTEN
Zoo züchtete extrem seltene Schildkröten
Sie zählen zu den letzten ihrer Art: Anfang Mai sind im Tiergarten Schönbrunn zwei Batagur-Wasserschildkröten geschlüpft. Weltweit gibt es laut dem Zoo nur noch 20 Exemplare.
Weltweit erste Nachzucht der Batagur-Schildkröte geglückt.
"Heute beinahe ausgerottet"
Laut dem Tiergarten handelt es sich bei der weltweit ersten Nachzucht der Batagur-Schildkröte um "eine Sensation": Immerhin zählen die Tiere zu den "seltensten Wasserschildkröten der Welt".

Im vorigen Jahrhundert war die rund 60 Zentimeter große Wasserschildkröte in den Flüssen Südostindiens, Bangladeschs und Myanmars verbreitet.

"Da ihr Fleisch und ihre Eier seit jeher als Delikatesse gelten, gilt sie heute beinahe ausgerottet. Nur mehr 20 Individuen sind der Wissenschaft bekannt, sechs davon leben im Tiergarten Schönbrunn", teilte der Tiergarten in einer Aussendung mit.
Batagur-Schildkröte (Bild: Daniel Zupac)
Jungtiere ab Herbst im Aquarienhaus zu sehen
Vier Bartagur-Schildkröten - darunter zwei trächtige Weibchen - wurden dem Tiergarten im April von den Grazer Forschern und Schildkrötenexperten Reiner und Peter Praschag im Rahmen einer Kooperation übergeben. Die beiden spüren seit vielen Jahren gefährdete Schildkröten in der ganzen Welt auf.

Zu den heikelsten Aufgaben des Schönbrunner Teams gehörte es, den einzigen außerhalb der Ursprungsländer lebenden Exemplaren binnen kürzester Zeit optimale Bedingungen zu schaffen, die "Weibchen zur Eiablage zu ermutigen und die Eier in den folgenden Wochen nicht aus den Augen zu lassen".

Derzeit sind die sechs Batagur-Schildkröten im Backstage-Bereich des Terrarienhauses untergebracht. Die erwachsenen Tiere sollen aber schon bald in die große Schildkröten-Anlage im Regenwaldhaus übersiedeln. Die Jungtiere werden ab Herbst im Aquarienhaus zu sehen sein.
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