Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Geplante DC-Towers auf der Donauplatte (Bild. APA / visualisierung ©beyer.co.at )
KOMMUNALES
Spatenstich für Österreichs höchstes Haus
In der Donaucity ist heuer der Grundstein für Österreichs höchsten Wolkenkratzer gelegt worden. Der DC Tower 1 des französischen Architekten Dominique Perrault soll 220 Meter hoch werden.
Wolkenkratzer wird nach Green-Building-Standard zertifiziert.
"Grünes" Haus soll entstehen
Der DC Tower bei der Reichsbrücke wird den Millennium Tower um etwa 50 Meter überragen. Gebaut wird dort, wo es bereits jetzt Hochhäuser gibt. Die Diskussion über die Höhe währte nur kurz. Der Gemeinderat segnete das Projekt schon vor drei Jahren ab. Seither wurde der Turm entwickelt und ständig adaptiert.

Entstehen wird nicht einfach ein simples Bürohochhaus. Laut den Entwicklern soll es ein "grünes" und energieeffizientes Haus werden. Der Bau wird nach Green-Building-Standard zertifiziert und etwa mit energiesparenden Liften und eventuell Solartechnik ausgestattet.

Wien habe keine Immobilienblase gesehen. In einer Zeit, in der alle Investoren das Risiko zu meiden suchten, habe sich hier ein Team gefunden, das bereit sei, ein Zeichen zu setzen, verwies Bank-Austria-Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko auf den ökonomischen Aspekt beim Engagement auch seines Unternehmens.
Willibald Cernko, André Gerondeau, Norbert Scheed, Michael Häupl, Rudolf Schicker, Thomas Jakoubek, Dominique Perrault, Philippe Carré (v.l.n.r.) (Bild: OTS/Rainer Gregor Eckharter)
DC-Tower auf Donauinsel, Entwurf (Bild: APA/beyer.co.at)
Tower soll Ende 2012 in Donaucity stehen.
60 Stockwerke in vorerst einem Turm
Das 60 Stockwerke hohe Gebäude soll laut Plan Ende 2012 fertig werden. Der Baubeginn für das Großprojekt wurde schon mehrmals verschoben. "Er kann mehr, und er ist billiger geworden", begründete Thomas Jakoubek, Vorstand des Bauträgers WED, im Februar bei einer Pressekonferenz die Verzögerungen beim Bau des Turms, mit dem man ursprünglich 2007 hatte starten wollen.

Perrault hatte 2002 mit seinem Masterplan den Wettbewerb für die Gestaltung des unbebauten Areals der Donauplatte bei der Reichsbrücke für sich entschieden. Er hatte dabei Zwillingstürme projektiert. Gebaut wird vorerst aber nur ein Turm. Frühestens in drei Jahren, wenn der erste Turm fertig ist, soll mit dem Bau des zweiten begonnen werden.
Höchste Gebäude Österreichs und international (Grafik: APA)
Hotel, Fitnessstudio und Luxuswohnungen
In die untersten 15 Stockwerke des Turms soll die spanische Viersternhotelkette Sol Melia einziehen. Ebenso soll sich ein Fitnesscenter einmieten.

In den obersten Stockwerken 57 und 58 ist ein Restaurant vorgesehen, darunter sind Büros projektiert, wobei einige Etagen auch in Lofts umgewandelt werden können. Der Durchschnittsmietpreis pro Quadratmeter soll zwischen 22 und 25 Euro liegen.

Wenn dereinst die beiden Wolkenkratzer tatsächlich stehen, soll die Stadtentwicklung am Standort Donaucity weitgehend abgeschlossen sein. Noch wird ab Herbst ein Wohnbau mit 220 Einheiten auf dem Parkplatz vor dem Austria Center errichtet. Im Endausbau sollen dann statt bisher 8.500 Menschen 15.000 in der Donaucity wohnen.
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