Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Johannes Krisch, Robert Stadlober, Regisseur Peter Patzak und Lukas Resetarits (v.l.n.r.) (Bild: APA/Georg Hochmuth)
KULTUR
"Rien ne va plus": Kottan kommt ins Kino
Major Adolf Kottan ermittelt wieder. Derzeit laufen in Wien die Dreharbeiten für den Kinofilm "Rien ne va plus". Manche Gesichter sind neu, doch vieles erinnert an den Kottan von damals, versichert Regisseur Peter Patzak.
Viele Realbezüge, weniger Absurditäten.
Ruppig und kein Hochglanzprodukt
"Es wird in dem Film das drin sein, was drauf steht - aber nach 26 Jahren", umschrieb Regisseur Peter Patzak den Inhalt des neuen "Kottan"-Kinofilms "Rien ne va plus". Es solle ein "ruppiger Film" und kein "Hochglanzprodukt" werden. Die Krimihandlung sei ihm sehr wichtig, es werde weniger Absurditäten, dafür aber viele Realbezüge geben.

Über die Handlung darf Patzak nicht reden, er ist vertraglich zum Schweigen verpflichtet. Ein wenig ist dann doch bekannt geworden: Major Adolf Kottan ist suspendiert, als innerhalb von 24 Stunden drei Morde passieren. Polizeipräsident Heribert Pilch fleht Kottan um Hilfe an. Der muss sich dann auch noch mit einem neuartigen Polizeiapparat herumschlagen.
Kottan und der neue Polizeiapparat (Bild: ORF)
Lukas Resetarits spielt wieder den Adolf Kottan (Bild: APA/Georg Hochmuth) Der Kottan war "nie weg"
Es sei so, "als hätten wir gestern aufgehört", das Bewusstsein lebe, beschrieb Lukas Resetarits seine Rückkehr als Kottan. Der Polizeimajor ist "in der Art der Gleiche geblieben. Er ist immer noch zornig. Er ist nicht weiser geworden, vielleicht ein wenig gelassener." Der Film sei eine "Fortsetzung von damals", der Kottan sei aber "nie weg" gewesen.

Mit dabei von der alten Garde ist auch Bibiana Zeller. Die Ehefrau des Polizeimajors sprach von "nostalgisch schönen" Dreharbeiten, auch wenn von der alten Crew nicht mehr allzu viele übrig seien. Udo Samel spielt statt Kurt Weinzierl den Polizeipräsidenten Heribert Pilch, Robert Stadlober statt Curth Anatol Tichy den Alfred Schrammel und Johannes Krisch statt Walter Davy den Paul Schremser.

Krisch kennt alle Folgen, "ich bin damit aufgewachsen", sagte er. Stadlober sieht es als besondere Auszeichnung an, in einer seiner Lieblingsserien selbst mitzuspielen.
Peter Patzak (Bild: APA/Georg Hochmuth) Kinostart am 3. Dezember
Musik wird wie in den TV-Folgen auch im Kinofilm eine große Rolle spielen. Resetarits, Krisch und Stadlober haben extra das Lied "The Joker" neu aufgenommen.

Ob "Rien ne va plus" im Kino so erfolgreich sein wird wie zuletzt der "Mundl"-Film, der ebenfalls auf einer TV-Serie der 1970er Jahre aufsetzte? Peter Patzak hofft es, bleibt aber gelassen. Er kenne niemanden, der den Kottan nicht kennt. Und für ihn funktioniere der Film über drei Ebenen: "Über den Text, das Spiel und die Ausstattung - also eigentlich muss man sich den Film sowieso dreimal anschauen."

Die Dreharbeiten laufen noch bis 16. Juli in Wien und Niederösterreich. Der Kinostart ist für den 3. Dezember geplant.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News