Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Kurden-Mord
Ermordung angeblich "von PKK angeordnet"
Bei dem Mord an einem hohen Funktionär der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Wien soll es sich nach Vorwürfen von PKK-Dissidenten um eine von der PKK-Führung angeordnete Hinrichtung gehandelt haben.
Wollte offenbar die PKK verlassen
Wie aus den Vorwürfen hervorgeht, die auf der Website der PKK-Dissidentengruppe PWD veröffentlicht wurden, wollte der Mann offenbar die PKK verlassen.

Die PKK-Führung habe die Funktionäre der Rebellenorganisation in Österreich deshalb angewiesen, den 44-Jährigen zu töten, um andere Dissidenten abzuschrecken, behauptet die Dissidentengruppe.
PWD
Bei der PWD handelt es sich um eine in Nordirak ansässige Gruppierung von PKK-Dissidenten, darunter mehrere frühere PKK-Zentralkomiteemitglieder und
der frühere PKK-Europachef.

Die Dissidenten hatten sich im vergangenen Jahr von der PKK losgesagt, als diese zur Gewalt zurückkehrte.
Leiche am Wienerberg entdeckt
Die Leiche des Kurden war am 16. Juni am Wienerberg in Wien-Favoriten entdeckt worden. Er war im Vorjahr als politischer Flüchtling nach Österreich gekommen und lebte bei kurdischen Freunden, zuletzt in Wien-Leopoldstadt.

Er soll laut Polizei in kurdischen Vereinen agiert haben und dürfte auch politische Propaganda betrieben haben.

Am 18. April war er von seinem Quartiergeber als abgängig gemeldet worden. Etwa um diese Zeit dürfte er auch getötet worden sein. Die Polizei in Wien wollte am Montag die Behauptungen der Dissidentengruppe nicht kommentieren.
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