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MI | 11.04.2012
Marktstandler am Naschmarkt (Bild: ORF / BeLicht)
KOMMUNALES
Spatenstich für Naschmarkt-Sanierung
Am Samstag ist der Spatenstich für die bevorstehenden Sanierungsarbeiten auf dem Naschmarkt erfolgt. In den nächsten fünf Jahren sollen rund 15 Millionen Euro in den Markt investiert werden.
Marktordnung: "Maximal ein Drittel der Stände darf der Gastronomie zufallen".
Keine zusätzlichen Gastronomie-Lokale
Der Markt ist mit einer Fläche von rund 2,3 Hektar nicht nur der größte Wiens, sondern – laut jüngsten Zahlen der Stadt – auch der beliebteste Wiener Markt. Rund 60.600 Frauen und Männer besuchen demnach den Markt wöchentlich. Platz zwei belege zur Zeit der Brunnenmarkt mit 56.800 Besuchern.

Die Anzahl der Gastronomiestände wird sich laut der Stadt im Zuge der Sanierung nicht erhöhen, da "nach der Wiener Marktordnung maximal ein Drittel der Stände der Gastronomie zufallen darf".
Generalsanierung des Marktes
kostet knapp 15 Mio. Euro.
Markt soll barrierefrei werden
Im Rahmen der Generalsanierung werden alle Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalisation und Regenwasserabfluss komplett erneuert.

Die Errichtung einer modernen Abfallverdichtungsanlage soll zudem zu einer erheblichen Ökologisierung des Marktes und zu mehr Kosteneffizienz beitragen, hieß es. Eine komplette Oberflächensanierung - samt Anhebung - wird den Naschmarkt außerdem barrierefrei machen.

Die Sanierung des Naschmarkts wird laut Angaben der Stadt insgesamt knapp 15 Mio. Euro kosten. Von den Sanierungskosten trägt den Großteil die Stadt, auf den Bezirk Mariahilf entfallen rund 3,3 Mio. Euro. Bis 2015 sollen die Arbeiten dauern.
Daten und Fakten
Das Areal des Naschmarkts umfasst rund 2,3 Hektar. Die etwa 120 Marktstände wurden zwischen 1910 und 1916 errichtet.

Im Zuge der Naschmarkt-Sanierung werden rund 2050 Meter Kanalleitungen, 950 Meter Wasserleitungen und 5.750 Meter Stromleitungen verlegt.

Weiters ist geplant, dass 1.400 Quadratmeter Betonsteine und 2.930 Quadratmeter Betonfläche entfernt und neu verlegt werden. Insgesamt wird mit 15.047 Tonnen Abbruchmaterial gerechnet.
Markt bis 2015 auch autofrei?
Die Marktstandler werden unmittelber erst im Laufe des Jahres 2011 betroffen sein. "Für die Wirtschaftstreibenden, die mit ihrem Stand unmittelbar von den Sanierungsarbeiten betroffen sind, gibt es Ausweichcontainer", erklärte Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann (SPÖ).

Geht es nach dem Wunsch der Bezirksvorsteherin soll der Markt mit Abschluss der Sanierungsarbeitren gänzlich autofrei sein. Dafür soll die Schleifmühlbrücke für den Verkehr gesperrt werden und so beide Marktteile zusammenwachsen.

Die Generalsanierung des berühmtesten Marktes der Stadt beginnt mit etwas Verspätung - bei den Ausschreibungen ist man Seitens der Behörden zeitlich nicht zu Rande gekommen. Nachdem der Termin im Jänner nicht eingehalten werden konnte, findet der Startschuss für die Sanierungsabeiten nun im Spätsommer statt.
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