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MI | 11.04.2012
Maria Theresia-Denkmal (Bild: Stadt Wien)
KULTUR
"Tag des Denkmals" zeigt Genusswelten
Orte, die sonst nicht zugänglich sind, Führungen, die sonst nicht angeboten werden, Facetten, die sonst nicht beleuchtet werden: Das und vieles mehr wird am 26. September, am "Tag des Denkmals", bei freiem Eintritt angeboten.
Attraktionen und Geheimtipps.
Alte Theater und kaiserliche Weinkeller
"Orte des Genusses" - unter diesem Motto können am "Tag des Denkmals" über 250 denkmalgeschützte Bauten in Österreich, 30 davon in Wien, besichtigt werden. Am Programm stehen beispielsweise die Kleine Gloriette von Schönbrunn, das Palais Augarten und das ehemalige Verkehrsbüro.

Als Geheimtipp gelten auch die erst 2009 entdeckten Wandmalereien in der Dorfschmiede von Kaiser-Ebersdorf. Die Wiener Theaterwelt wird durch das Schlosstheater in Schönbrunn sowie dem St. Annahof vertreten.

Ein ausgewähltes Schmuckstück ist auch die Spanische Hofreitschule. Zu den leiblichen Genüssen passend, wird durch den Ahnensaal der Wiener Hofburg, in dem sich einst das
Speisezimmer von Kronprinz Rudolf befand, und den Kaiserlichen Weinkeller geführt.
Restaurierungsarbeiten im St. Annahof.
Restaurierung Annahof (Bild: BDA)
Schwierigste Herausforderung war die Restaurierung der Papiertapeten.
Theater Annahof (Bild: Bettina Neubauer) Herzstück des Wiener Kabaretts
Eines der Highlights ist im ersten Gemeindebezirk der St. Annahof. Interessierte können am "Tag des Denkmals" den Saal des ehemaligen Boulevardtheaters mit den soeben restaurierten, exotischen Tapeten Otto Prutschers bestaunen.

Im St. Annahof befand sich seit 1628 ein Jesuitenkloster und im 18. Jahrhundert eine Schule, die sowohl Franz Schubert als auch Franz Grillparzer besuchte. 1840 eröffnete dort die Erlebniswelt "Neue Elysium". Das Lokal war mit seiner Perdeeisenbahn einmal eine der Hauptattraktionen Wiens.

1910 eröffnete im St. Annahof die Possenbühne "Max und Moritz". Ab 1928 wurde es als "Theater der Komiker", "Boulevardtheater", "Theater der Komiker", "Tabarin", und 1938 als "Triumph Tanzpalast" weitergeführt. Nach der Schließung des Theaters durch die Nationalsozialisten überdauerte der Treffpunkt des jüdischen Kabaretts in Wien als Abstellraum.
Geschichte des "Tag des Denkmals"
Das Bundesdenkmalamt organisiert jährlich zusammen mit verschiedenen Partnerinstitutionen den "Europäischen Tag des
Denkmals". Die Veranstaltung ging ursprünglich 1984 von Frankreich aus und wurde dann 1991 vom Europarat europaweit initiiert.
Mittlerweile beteiligen sich 48 europäische Länder an den "European Heritage Days" (EHD). Letztes Jahr nutzten allein in Wien
über 21.000 Besucher den "Tag des Denkmals" um sonst verschlossene Objekte zu erforschen.
BDA will Interesse bei Jugend erwecken.
Jugend erforscht Kulturschätze
Da das reiche kulturelle Erbe Österreichs besonders das Interesse der Jugend auf sich ziehen soll, veranstaltet das Bundesdenkmalamt (BDA) bereits am 24. September den "Denkmaltag für Schulen".

Diese Aktion findet heuer zum sechsten Mal statt und bietet Schulklassen die Möglichkeit, sich durch Sonderführungen aktiv mit Fragen rund um den Denkmalschutz und der Denkmalpflege zu beschäftigen.
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