Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Postfiliale (Bild: APA/Roland Schlager)
WIRTSCHAFT
Post: "Floormanager" statt Warteschlange?
In 47 der 111 Wiener Postfilialen kümmern sich neben den Schaltermitarbeitern ab sofort auch "Floormanager" um die Kunden. Sie sollen in Stoßzeiten helfen, die Wartezeiten zu verkürzen. Die Neuerung ist Teil der "Wien-Offensive".
Post investiert dieses Jahr noch 1,5 Mio. Euro in Wien.
Sechs neue Post-Partner öffnen demnächst
Bei ihren Kunden hat sich die Post mit den geplanten und umgesetzten Filialschließungen nicht beliebt gemacht. Dieser Tage startet die Post nun "Wien-Offensive", welche neben den "Floormanagern" auch die Präsentation neuer Post-Partner umfasst.

Zum bisher einzigen Post-Partner, der Kurapotheke Oberlaa, werden demnächst sechs weitere Standorte hinzukommen, kündigte Vorstandsdirektor Herbert Götz in einer Pressekonferenz am Mittwoch an.

Insgesamt investiert das börsennotierte Unternehmen in Wien bis Weihnachten mehr als 1,5 Mio. Euro. Damit will die Post die Kundenzufriedenheit heben.
Personalaufstockung in Filialen angekündigt
Einerseits werden erfahrene Mitarbeiter als "Floormanager" im Wartebereich unterwegs sein, für Fragen zur Verfügung stehen und abzuholende Pakete an den Schaltern bereitlegen.

Andererseits wird das Filialpersonal - derzeit 900 Beschäftigte - um 55 Vollzeitkräfte aufgestockt, um die Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Insgesamt verzeichnet die Post laut Götz rund 100.000 Geschäftsfälle pro Tag.

Zudem werden in den nächsten Wochen vier weitere Post-Partner ihren Betrieb aufnehmen. Zwei davon liegen in Wien-Landstraße, einer in Wien-Wieden und einer in der Donaustadt. Außerdem sei man mit zwei Partnern in Endverhandlungen, versicherte Götz. So soll es in naher Zukunft auch im Stadion Center und in Simmering einen Post-Partner geben.
Einheitliche Uniformen
Die Umwandlung bestehender Filialen in Post-Partner sei derzeit nicht geplant, hieß es auf Nachfrage. Österreichweit will das Unternehmen noch in diesem Jahr auf 1.000 Post-Partner kommen. Momentan laufen rund 850 Standorte nach diesem Modell.

Änderungen wurden auch im optischen Erscheinungsbild vorgenommen. So trägt das Personal ab sofort einheitliche Uniformen: hellblaue Hemden bzw. Blusen und dunkelblau-gelb-gestreifte Krawatten bzw. Halstücher.

Auch die Filialen selbst werden einem sanften "Facelifting" unterzogen, das Produktangebot angepasst und seine Präsentation attraktiviert werden. Sympathiepunkte will die Post mit einer speziellen Aktion am Freitag sammeln. An diesem Tag kann jeder Wiener einen Brief gratis verschicken.
2009: Aus für vier Filialen in Wien
Österreichweit hat die Post seit vergangenem Jahr 325 Postämter geschlossen. Der Löwenanteil entfällt auf Niederösterreich mit zwölf Schließungen, gefolgt von der Steiermark mit elf Ämtern. In Wien haben vier Postämter ihre Pforten schließen müssen.
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