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MI | 11.04.2012
Lärmschutz (Bild: Fotolia/Ilhan Balta)
VERKEHR
Vorortelinie: Lärmschutz-Pilotprojekt kommt
In den vergangenen Jahren haben die ÖBB und die Stadt zahlreiche Lärmschutzwände entlang von Bahnstrecken errichtet. Jetzt soll es einen 100 Meter langen Versuchsbereich entlang der denkmalgeschützten Vorortelinie S45 geben.
Denkmalschutz als Herausforderung
Bis Ende 2009 investierte das Land Wien und der Bund rund Euro 16 Mio. in den Lärmschutz entlang Schienenstrecken in Wien, bis Ende 2013 kommen weitere Euro 18 Mio. dazu.

Eine besondere Herausforderung im Rahmen dieser Maßnahmen sind denkmalgeschützte Bahn-Strecken, heißt es in einer Aussendung von ÖBB und Stadt Wien.

Die Stadt und die Bundesbahnen wollen nun entlang der Vorortelinie S45 ein Pilotprojekt starten. Am Streckenabschnitt zwischen der Station Ottakring und der Station Hernals werden nun auf den Denkmalschutz abgestimmte Lärmschutzwände sowie schallabsorbierende Verkleidungen errichtet.
Arbeiten nur in den Morgenstunden vorgesehen.
100 Meter lange Lärmschutzwand geplant
Errichtet werden soll eine rund 100 Meter lange Lärmschutzwand, deren Fertigestellung für das Frühjahr 2011 geplant ist. Um den S-Bahnbetrieb nicht zu unterbrechen, können die Arbeiten meist nur in der Zeit von 00:20 Uhr bis 4:40 Uhr durchgeführt werden.

Zudem muss der Schallschutz möglichst unauffällig sein, damit die Jugendstilstadtbahnbögen und die Brücke über die Thaliastraße optisch nicht zu sehr beeinträchtigt werden. Auch auf das Gewicht müsse geachtet werden, da die Brücke keine zusätzliche Belastung vertrage.

Das Bundesdenkmalamt hat das Pilotprojekt im Juli per Bescheid bewilligt. Wenn das Pilotprojekt die erhofften Ergebnisse bringt, wird dieses Modell auch an weiteren Bereichen der Vorortelinie umgesetzt werden, heißt es in der Aussendung.
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