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MI | 11.04.2012
Demonstration von Studenten wegen Kürzung der Familienbeihilfe (Bild: APA/Herbert Neubauer)
CHRONIK
Studenten erneut auf der Straße
Mehrere tausend Studierende waren am Donnerstag erneut wegen der Budgetkürzungen auf der Straße. Die Demonstration richtete sich vor allem gegen die Kürzung der Familienbeihilfe.
Studentinnen bei Demonstration gegen Kürzung der Familienbeihilfe (Bild: APA/Herbert Neubauer) Demo gegen Kürzung der Familienbeihilfe
Die HochschülerInnenschaft (ÖH), die ehemaligen Hörsaalbesetzer von der Protestbewegung #unibrennt und fast alle ÖH-Fraktionen riefen zur Teilnahme an den Demonstrationen auf, die sich vor allem gegen die geplante Kürzung der Familienbeihilfe richtet.

Laut Polizei waren"über 1.000", nach Angaben der ÖH bis zu 20.000 Teilnehmer mit dabei. "Familienbeihilfe streichen ist Zukunftsraub", "Zukunftsmord", "24? - Ab zum AMS", "Bildung ist Menschenrecht - Gebt uns unsere Zukunft zurück" oder das Akronym "Pröll Ruiniert Österreichs Lebensgrundlage Leichtfertig" war unter anderem auf Transparenten zu lesen.

Vor mehreren tausenden Demonstranten hat ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer weitere Proteste gegen die Kürzung der Familienbeihilfe und Einsparungen im Hochschulbereich angekündigt. "Ja, wir leisten Widerstand!" rief sie den Demo-Teilnehmern zu.

Maurer betonte in ihrer Rede, dass es bei dem Protestmarsch, zu dem neben den Studentenvertretern auch Gewerkschaften und NGOs aufgerufen haben, nicht nur um die Interessen der Studenten gehe. Man gehe auch für Alleinerzieherinnen, Familien und Pflegebedürftige auf die Straße.
Demonstration von Studenten auf der Ringstraße (Bild: ORF Wien/Werner Trinker)
Studenten bei Demonstration gegen Kürzung der Familienbeihilfe (Bild: APA/Herbert Neubauer) Abschlusskundgebung vor Finanzministerium
Die ersten Studenten sammelten sich Donnerstagnachmittag vor der Hauptuniversität. Dort trafen sie auf jene Studenten, die in einem Sternmarsch von der Wirtschaftsuniversität und dem MuseumsQuartier (MQ) kamen.

Gemeinsam zogen sie von der Universität über die Grillparzerstraße und die Stadiongasse zum Ring. Über den Ballhausplatz ging der Protestmarsch weiter zum Albertinaplatz.

Ab der Oper marschierte der Demonstrationszug dann gegen die Fahrtrichtung am Ring bis zum Oskar-Kokoschka-Platz beim Wirtschaftsministerium, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Unterstützung von Rektoren
Auch Rektoren unterstützten die Studentenproteste. So machte WU-Rektor Christoph Badelt in einer Aussendung darauf aufmerksam, "dass dadurch die soziale Belastung viel stärker ist, als dies früher bei den Studiengebühren der Fall war".

Werde dies tatsächlich umgesetzt, "steht zu befürchten, dass in Zukunft nur wenige Personen, die auf diese Sozialleistung angewiesen sind, ein aufbauendes Masterstudium absolvieren können, ganz zu schweigen von einem Doktorats- bzw. PhD-Studium", so Badelt.

Auch die Katholische Jugend und Katholische Jungschar riefen dazu auf, sich an den Demonstrationen zu beteiligen, man wolle so ein "lautstarkes Zeichen für eine zukunftsorientierte Budgetpolitik" setzen.
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