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MI | 11.04.2012
Panda Fu Long (Bild: APA/Anton Baotic)
LIFESTYLE
Fu-Long-Abschied vor einem Jahr
Vor einem Jahr ist der in Wien geborene Panda Fu Long vom Tiergarten Schönbrunn nach China übersiedelt. Auf der Forschungsstation Bifengxia hat er sich gut eingelebt und ordentlich an Gewicht zugelegt.
Fu Long wohnt mit einem gleichaltrigen Männchen in einer großen Anlage.
Zoologische Sensation und Publikumsliebling
Das erste in Europa geborene Panda-Baby war nicht nur eine zoologische Sensation. Fu Long wurde im Tiergarten Schönbrunn auch zum größten Publikumsliebling. Da die schwarz-weißen Bären allerdings dem chinesischen Staat gehören und in jedem Fall nur eine Leihgabe sind, musste Fu Long im Vorjahr im Alter von zwei Jahren nach China übersiedeln.

Die Vorbereitung für den Flug hatte monatelang gedauert, in der 1,8 Meter langen und 1,3 Meter breiten Transportbox bewältigte er die 16 Stunden lange Überstellung.

In Bifengxia in China bewohnt Fu Long nun ein 2.000 Quadratmeter großes Gehege mit Hügellandschaft, natürlichem Baumbestand und Klettervorrichtungen. "Es scheint ihm
gut zu gehen", erzählte seine Wiener Betreuerin Eveline Dungl, die über Fu Long auf dem Laufenden gehalten wird. "Er ist nach wie vor mit einem gleichaltrigen Männchen, Wu Jie, in einer großen Anlage."
Panda Fu Long (Bild: APA/Anton Baotic)
15 bis 20 Kilo mehr als in Schönbrunn
Kleine Umstellungsschwierigkeiten hat der kleine Panda offenbar gut gemeistert: "Mittlerweile schmeckt ihm auch das Bambusbrot gut",
erzählte Dungl. Anfangs habe Fu Long das Gemisch aus Bambusmehl und Nähr- sowie Mineralstoffen abgelehnt.

"Er dürfte schon einiges zugenommen haben", so die Schönbrunner Pflegerin. Vor dem Umzug
brachte der Panda rund 50 Kilo auf die Waage, mittlerweile habe er auf 65 bis 70 Kilo zugelegt.

Geschlechtsreif wird Fu Long frühestens in zwei Jahren sein, ob er dann wie seine Eltern Yang Yang und Long Hui mit einer Bärendame an
seiner Seite für Nachwuchs sorgen wird, steht noch in den Sternen.
Nachwuchs am gleichen Tag wie Fu Long
Die Pandas in Schönbrunn seien eine Ausnahme, betonte Dungl. "Generell sind Pandas eher Einzelgänger und werden meist auch alleine
gehalten. Viele kommen nur zur Paarungszeit zusammen." Und dabei gibt es Hürden: Pandaweibchen sind nur einmal im Jahr für 24 bis 36 Stunden empfängnisbereit. Die Männchen wiederum gelten als Sexmuffel.

Trotz dieser Erschwernisse haben es Yang Yang und Long Hui erneut geschafft: Am 23. August dieses Jahres - genau am gleichen Tag wie Fu
Long - erblickte erneut ein Panda in Wien das Licht der Welt.

Das Fellknäuel befindet sich noch in der Wurfbox und wiegt knapp fünf Kilo. "Was auffällt ist, dass er schneller an Gewicht zulegt", so Dungl. "Er macht einen sehr ruhigen und ausgeglichenen Eindruck. Wie verspielt oder aufgeweckt er ist, wird sich erst zeigen, wenn er aus der Wurfbox kommt."
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