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MI | 11.04.2012
Natalie Kusch, Davide Dato (Bild: ORF/Ali Schafler)
KULTUR
Neujahrskonzert: Premiere für Schloss Laudon
Mit einer Premiere kann das Neujahrskonzert 2011 aufwarten. Für die Balletteinspielungen beim Neujahrskonzert wurde erstmals in der zauberhaften Kulisse von Schloss Laudon in Wien-Penzing getanzt.
"Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust", getanzt im Schloss Laudon.
Strauß-Walzer in Traumkulisse
"Sonst drehen wir bereits im Sommer die Balletteinspielungen, aber bei dieser Kulisse ist die Winterzeit ein Segen", zeigte sich Regisseur Brian Large beeindruckt. Bei den Dreharbeiten Anfang Dezember präsentierte sich der Alterssitz des Feldmarschalls Gideon von Laudon zauberhaft verschneit.

Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsopernballetts wie Mihail Sosnovschi, Irina Tsymbal, Natalie Kusch und Davide Dato tanzen zur Musik von Josef Strauß den Walzer "Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust".
Maria Yakovleva , Michail Sosnovschi, Davide Dato, Natalie Kusch, Eno Peci , Irina Tsymbal (Bild: ORF/Ali Schafler)
Maria Yakovleva , Michail Sosnovschi (Bild: ORF/Ali Schafler) Drei Paare tummeln sich durch Säle
Kostümdesigner Johann Engels hüllte die Tänzer bereits zum fünften Mal in traumhafte Roben. Er entwarf pompöse Kostüme, die an Strauß und die große Zeit des Walzers erinnern sollen. Auch ihn begeisterte die Kulisse von Schloss Laudon. Dieses "ist perfekte Kulisse für kleine Geschichten".

So tummeln sich in den Sälen und Räumen des Schlosses insgesamt drei Paare. Mit dabei ist ein Dichter, ganz in Weiß gekleidet, in der Bibliothek, ein junges Mädchen in Tracht und ein Jäger.

Für den Donauwalzer und das Live-Ballett der Eleven ließ sich Engels etwas Besonderes einfallen. Die Mädchen werden Kostüme wie Debütantinnen in Gold und Weiß tragen. "Sie tragen keine ausladenden Formen und wirken dadurch sehr frisch", so Engels.
Die Solisten Maria Yakovleva und Eno Peci, Anita Manolova, Maxime Quiroga, Eszter Ledán, Rodrigo Sanz, Flavia Soares, Fabrizio Coppo, Laura Nistor, Martin Winter (Bild: ORF/Ali Schafler)
Jean-Guillaume Bart mit Anita Manolova (Bild: ORF/Ali Schafler) Jean-Guillaume Bart: Debüt als Choreograph
Als zweite Kulisse dient dem Ballett die Wiener Staatsoper. Hier wird die Polka "Aus der Ferne" von Josef Strauß getanzt. Als Solisten zu sehen sind die Russin Maria Yakovleva und der albanische Tänzer Eno Peci.

Als Choreograph debütierte Jean-Guillaume Bart, Danseur Etoile der Pariser Oper: "Für mich ist es, als ob ein Traum wahr wird. Schon als Kind habe ich immer das Neujahrskonzert gesehen und auch später als professioneller Tänzer."

In Frankreich sei das Neujahrskonzert sehr populär. Es vermittle Glück, gute Wünsche und Schönheit und gehöre einfach zum Beginn des neuen Jahres dazu, so Bart.
Franz Welser-Möst (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Franz Welster-Möst dirigiert die Wiener Philharmoniker.
Drei Mal im TV zu sehen
Erstmals wird Franz Welser-Möst diese musikalische Grußbotschaft Österreichs leiten. Auf dem Programm steht neben der Musik der Strauß-Familie, von Joseph Lanner und Josef Hellmesberger jun. auch der berühmte "Mephisto-Walzer" zum beginnenden Liszt-Jahr.

Die Balletteinspielungen sind mehrmals im TV zu sehen. Live ist das Neujahrskonzert am 1. Jänner 2011 ab 11.15 Uhr in ORF 2 zu sehen. Wiederholt wird das Konzert am Donnerstag, den 6. Jänner, um 10.05 Uhr in ORF 2 und am 2. Jänner um 20.15 Uhr in 3sat. Zudem ist es als Livestream in der ORF-TVthek und in den sieben Tagen danach als Video-on-Demand zu sehen.

Vor dem Neujahrskonzert zeigt ORF 2 "Neujahrsgrüße im Walzerschritt" um 9.35 Uhr, danach ab 9.55 Uhr das Porträt des Dirigenten des Neujahrskonzerts, Franz Welser-Möst, sowie ab 10.40 Uhr "Auftakt". In der Pause des Konzerts wird die Dokumentation von Hannes Rossacher "Die Wiener Philharmoniker ON TOUR" über eine Kreuzfahrt des Orchesters gesendet.
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