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MI | 11.04.2012
Friedrich Kiesler
ARCHITEKTUR
Rettung für Kiesler-Stiftung in Sicht
Nach dem Entzug der Subvention ist die Wiener "Friedrich und Lillian Kiesler Stiftung" vor dem Aus gestanden. Nun scheint laut "profil" für die Pirivatstiftung zum Werk des bekannten Architekten eine Lösung gefunden.
Hoffnung für die Kiesler-Stiftung in der Mariahilfer Straße.
Subvention soll gedrittelt werden
Anfang November hatte das Wissenschaftsministerium, das bis dato 150.000 Euro zum Jahresbudget von 200.000 Euro zuschoss, die Basissubvention für die Stiftung gestrichen.

Wie "profil" berichtet, sollen Gespräche wieder aufgenommen und ein Ausweg gefunden worden sein. Demnach sollen die Privatstiftung künftig jeweils ein Drittel des Jahresbudgets, exakt 66.667 Euro, vom Wissenschaftsministerium, dem Kulturministerium und der Stadt Wien erhalten. Von der Stadt fehle die fixe Zusage allerdings noch.
Stadt Wien will private Sponsoren suchen
"Es ist alles denkbar", hieß es aus dem Büro des Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zu den geplanten Subventionen für die Wiener Friedrich und Lillian Kiesler Stiftung. Wie ein Sprecher Häupls gegenüber der APA bekräftigt, sei es nicht richtig, dass die Stadt Wien ein Drittel beisteuern wolle.

Stattdessen habe der Bürgermeister das Wissenschaftsministerium lediglich wissen lassen, er werde "sich bemühen, ein Drittel der laufenden Kosten aufzustellen". Dies bedeute nicht, dass die Stadt selbst die 66.667 Euro übernimmt, sondern dass Stellen wie private Sponsoren oder andere Institutionen "motiviert" werden sollen.

Festlegen, ob und in welchem Ausmaß die Stadt Kosten trägt, wolle man sich noch nicht.
Friedrich und Lillian Kiesler
Friedrich Kiesler, Architekt, Bildhauer, Maler, Designer, Theatervisionär, Installations-Künstler und Kunstheoretiker hat als Ideengeber und Mentor viele Künstler in ihrem Schaffen beeinflußt. Er wurde 1890 in Czernbowitz geboren, in Wien ausgebildet und übersiedelte 1926 in die USA, wo er 1965 starb.

Die Verwirklichung der Kiesler-Stiftung und des bedeutenden Kiesler-Preises sah die Künstlerin Lillian Kiesler als eine ihrer wesentlichen Aufgaben an. Gemeinsam mit der Republik Österreich, der Stadt Wien und privaten Stiftern installierte sie 1997 den Nachlass Friedrich Kieslers in Wien.
Bogner drohte Schenkung zu widerrufen
Die Stiftung war nach der Subventionsstreichung in existenzbedrohende Schwierigkeiten geraten. So hatte der Kunstsammler Dieter Bogner angekündigt, seine geplante Schenkung von Werken des Architekten Friedrich Kiesler im Wert von rund 500.000 Euro zu stornieren. Denn eine nachhaltige Betreuung von Kieslers Nachlass wäre ohne Stiftung nicht mehr möglich.
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