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MI | 11.04.2012
Haus in Hietzing (Bild: ORF)
KOMMUNALES
Umstrittener Handymast: Neue Gespräche
Gegen einen geplanten Handymasten machen Anrainer in Wien-Hietzing mobil. Rein rechtlich können sie den Bau kaum mehr verhindern. Nach ihrem Protest wurde die Bauverhandlung nun unterbrochen, neue Gespräche sollen folgen.
50 Anrainer gründeten Bürgerinitiative.
Anrainer sprechen von "Verschandelung"
Im Wohngebiet neben der Lainzer Straße, an der Ecke Münichreiterstraße/Stadlergasse will die A1 Telekom einen Handymasten errichten. Der Standort steht in einer Schutzzone, das Ensemble ist städtebaulich geschützt. Daher gibt es ein Bauverfahren mit den Anrainern. Dieses Verfahren nutzten die Anrainer zum Protest.

Rund 50 Bewohner haben bereits im Vorfeld eine Bürgerinitiative gegründet, um den Masten zu verhindern, der laut Mobilfunkbetreiber wie eine Fahnenstange aussehen soll.

Die Anrainer sprechen "von einer Verschandelung" und sehen keine Notwendigkeit, da es in der Nähe bereits acht Mobilfunkmasten gibt. Sie befürchten zudem gesundheitliche Belastungen und eine Wertminderung ihrer Liegenschaften, wie der "Kurier" berichtete.
Video von der Bauverhandlung

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Alle Beteiligten wollen noch einmal miteinander reden.
Bauverhandlung wurde unterbrochen
Insgesamt gibt es in Wien rund 2.000 Handymasten. Die meisten werden ohne großes Verfahren und ohne Mitsprache der Anrainer aufgestellt. Denn wer etwa in einem Haus wohnt, wo am Dach ein Sendemast montiert wird, hat keine Parteienstellung.

Das wollen die Anrainer in Hietzing so nicht hinnehmen. Sie konnten bei der Bauverhandlung einen Erfolg erzielen. Die Verhandlung wurde aufgrund zahlreicher offener Fragen abgebrochen. Der Mobilfunkbetreiber, die Stadt und der Bezirk wollen nun noch einmal miteinander reden - persönlich und ohne Handy.
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