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MI | 11.04.2012
Schloss Schönbrunn (Bild: APA/HOPI-MEDIA /GEORGES SCHNEIDER)
TOURISMUS
Schönbrunn bleibt Besuchermagnet der Stadt
Das imperiale Wien ist bei Touristen so beliebt wie nie: Das Schloss Schönbrunn zählte im Vorjahr 2,6 Millionen Eintritte und bleibt damit die beliebteste Sehenswürdigkeit der Stadt.
Auch Hofburg und Hofmobiliendepot mit großen Zuwächsen.
Gesamtumsatz voraussichtlich 33 Mio. Euro
Die 2,6 Millionen Eintritte im Vorjahr entsprechen einem Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zu 2009. Auch die Hofburg und das Hofmobiliendepot, die ebenfalls zur Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H (SKB) gehören, verzeichneten Besucherrekorde.

Die Hofburg erzielte mit rund 647.000 Besuchern ein Plus von zehn Prozent. Besonders attraktiv für Besucher war das Hofmobiliendepot, wo 57.000 Gäste einen Zuwachs von 28 Prozent ausmachten.

"In Summe war 2010 unser bisher erfolgreichstes Jahr. Mit dem voraussichtlich besten wirtschaftlichen Ergebnis unserer Geschichte haben wir das Niveau von vor der Wirtschaftskrise sogar noch übertroffen", berichtete SKB-Geschäftsführer Franz Sattlecker. Der Gesamtumsatz betrage ersten Berechnungen zufolge mit 33 Millionen Euro um vier Prozent mehr als 2009.
Acht Millionen Euro für Bau und Erhaltung investiert.
Neues Besucherzentrum entsteht
Damit die Kulturdenkmäler für Touristen attraktiv bleiben, investierte die SKB im Vorjahr acht Millionen Euro in Bau-, Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen.

Eines der großen Vorhaben 2011 ist der Bau des neuen Besucherzentrums. Damit sollen die Besucherströme zentral empfangen werden können, hieß es.

In diesem soll es Infozonen, Kartenverkaufsstellen, einen Shop und Gastronomie geben. Die Baukosten betragen fünf Millionen Euro, mit den Arbeiten wurde Anfang 2011 begonnen, in zwei Jahren sollen sie abgeschlossen sein.
Große Galerie im Schloss Schönbrunn (Bild: APA/HElmut Fohringer)
Palmenhaus wird um neun Millionen Euro saniert.
Sanierung der Großen Galerie geht weiter
Fortgesetzt wird heuer Sanierung der Großen Galerie im Schloss Schönbrunn. Diese wird seit dem Vorjahr bei laufendem Betrieb auf Vordermann gebracht.

Voraussichtlich ab Februar soll die erste Hälfte des Prunkraumes fertig sein, gleich im Anschluss wird laut SKB mit den Arbeiten an der zweiten Hälfte begonnen. Die Gesamtkosten des Projekt belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro.

Im Laufe des Jahres werde voraussichtlich auch mit der Restaurierung des "Millionenzimmers" des Schlosses begonnen. Dieses ist mit kostbaren Wandvertäfelungen und zahlreichen indisch-persischen Miniaturarbeiten ausgestattet. Ebenfalls bei laufendem Betrieb wird heuer das Palmenhaus um neun Millionen Euro saniert.
Warnung vor "Kämmerer-Gefeilsche"
Den Grund für das gute Jahr 2010 sieht Sattlecker in der "hervorragenden Arbeit", welche die Tourismusorganisationen in Sachen Destinationsmarketing geleistet hätten.

Für die Zukunft warnte er: "Um die Erfolge fortsetzen zu können, sollte auch weiterhin von allen Beteiligten an einem Strang gezogen und das kontraproduktive 'Kämmerer-Gefeilsche' im Streit zwischen Wirtschaftskammer und Österreich Werbung abgestellt werden."
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