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MI | 11.04.2012
Stein vor Musikverein (Bild: ORF)
KULTUR
"Gigant" muss weg: Bescheid rechtskräftig
Nun ist der Abtragungsbescheid für die Skulptur "Gigant" der Bildhauerin Ulrike Truger vor dem Wiener Musikverein rechtskräftig. Sie muss nun bis 24. Februar weggeschafft werden. Die Bildhauerin will aber noch nicht aufgeben.
Berufungsfrist verstrichen
Der Bescheid wurde am 3. Jänner ausgestellt und der Bildhauerin zugestellt. Danach hätte sie zwei Wochen lang Einspruch gegen die Entscheidung erheben können. Diese Frist habe die Künstlerin allerdings verstreichen lassen, hieß es aus dem Büro von Stadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Damit sei der Bescheid rechtskräftig.

Sollte die Künstlerin Ulrike Truger den Giganten nicht bis zum 24. Februar freiwillig entfernen lassen, werde der Abtransport des 16 Tonnen schweren Kunstwerks von der Stadt veranlasst. Die Kosten müssten Truger übernehmen, ebenso wie Lagerungsgebühren und eine Verwaltungsstrafe.
Truger lässt sich noch Zeit
"Ich bin nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert", sagte Truger. Immerhin sei jetzt noch ein Monat Zeit für die Stadt Wien, die Chance für den Giganten wahrzunehmen.
Truger bei der Aufstellung ihrer Skulptur Stadt lehnt Verbleib ab
In den vergangenen Tagen hatten sich verschiedene Stimmen der Wiener Kulturszene für den Verbleib des Kunstwerks vor dem Musikverein stark gemacht. So sprachen sich etwa die Redaktion der Frauenzeitschrift "AUF" in einem offenen Brief an Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) und das Kosmos-Theater dafür aus, die Skulptur stehen zu lassen.

Die Stadt selbst allerdings plädiert dafür, die Skulptur zu entfernen. Es wurde betont, dass man nie zugesagt habe, die Skulptur zu kaufen. Der in einem Brief Trugers erwähnte SPÖ-Gemeinderat Georg Niedermühlbichler habe nie eine Kompetenz gehabt, darüber zu entscheiden.
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