Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Ruby und Lugner (Bild: APA/Hochmuth)
LEUTE
Enormes Medieninteresse an Ruby
Mit einer Pressekonferenz in der Lugner-City hat am Mittwoch für Richard Lugners Opernballgast Ruby Rubacuori das offizielle Programm ihres Wien-Aufenthalts begonnen. Das Medieninteresse an Ruby war enorm.
Ruby und Lugner (Bild: APA/Hochmuth)
Ruby: "Ich bin ein ganz normales Mädchen."
Italienische Journalisten drängten sich
Ruby Rubacuori war nur Lugners zweite Wahl, nachdem Hollywood-Schauspielerin Bo Derek ihren Besuch wieder abgesagt hatte. Davor soll Lugner mit anderen US-Schauspielern verhandelt haben, er selbst sprach von George Clooney.

Gemessen an dem Medieninteresse machte sich Lugners Entscheidung für Ruby Rubacuori aber bereits bezahlt. Vor allem italienische Journalisten drängten sich zur Pressekonferenz in die Lugner-City.

"Ich bin ein ganz normales Mädchen, das nicht das Glück hatte, behütet in einer Familie aufzuwachsen, und musste deshalb schnell reifer werden", sagte die Italienerin. Sie sei keine Nobelpreisträgerin und auch keine besonders begabte Schauspielerin und "ich weiß natürlich, dass ich nur wegen des Skandals bekannt bin", so Ruby.
Richard Lugner und Ruby Rubacuori (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Auch Stellung zur Causa Berlusconi genommen.
Italienerin will Hausfrau werden
Dass sie jemals als Escort-Mädchen gearbeitet haben soll, bestritt sie. "Es gibt keinen einzigen Beweis, dass ich für solche Dinge bezahlt worden bin", stellte sie fest.

Auch wenn Fragen rund um den angeblichen Sex-Skandal mit Berlusconi nicht zugelassen wurden, ging die Italienerin doch darauf ein: "Ich möchte betonen, dass ich kein Opfer bin. Ich habe von Berlusconi nur Gutes erfahren", meinte sie. "Es wird einen Prozess geben und ich hoffe, dass im Laufe dieses Prozesses die Wahrheit ans Tageslicht kommt", sagte Ruby.

Ruby ist der Rummel um ihre Person nach eigenen Angaben auch gar nicht geheuer. Wäre sie nicht in ein laufendes Verfahren gegen den italienischen Premierminister Silvio Berlusconi involviert, wäre sie wahrscheinlich schon aus Italien ausgewandert.
Pressekonferenz von Ruby Rubacuori und Richard Lugner in der Lugner-City (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Gäste und Medien sollen sich selbst ein Urteil bilden.
Noch nie auf "so großen Ball"
Die 18-Jährige will auch aus ihrer derzeitigen Berühmtheit nicht groß Kapital schlagen. "Ich will sehr bald meinen Verlobten heiraten und eine Hausfrau werden. Eigentlich will ich wieder die alte Ruby sein und mit meinen Freundinnen eine Pizza essen gehen", sagte sie.

Am Ball selbst will Ruby trotz fehlender Walzerkenntnisse tanzen: "Ich kann nur Bauchtanzen", erklärte sie. "Aber man lernt immer dazu."

Auf ihren Logenbesuch freut sich die 18-Jährige: "Ich bin ein bisschen aufgeregt, denn ich war noch nie auf einem so großen Ball." Gleichzeitig bat sie die anderen Gäste und Medien, ihr eine Chance zu geben. "Sie sollen mich einmal kennenlernen und sich dann ein Urteil bilden."
Ruby (Bild: APA/Hochmuth)
Dass sie jetzt plötzlich Autogramme gibt, fand Ruby selbst ein wenig sonderbar. "Ich habe diese Berühmtheit nie gesucht", betonte die 18-Jährige.

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Gemeinsames Essen im Haas Haus.
Lugner von Ruby sofort begeistert
Schon nach dem ersten Treffen am Dienstag hatte sich Lugner begeistert gezeigt. "Die Chemie hat absolut gepasst. Es gibt gar keinen besseren Gast", lobte er die 18-Jährige. "Sie ist absolut nett und gescheit".

Am Mittwoch lobte Lugner die Italienerin einmal mehr in den höchsten Tönen: Zu ausgemachten Terminen erscheine sie überpünktlich, am Mittwochabend habe man gemeinsam im Haas Haus zu Abend gegessen. "Wir hatten nur eine schöne Zeit zusammen", so Lugner.

Gegen Kritik an Ruby wehrte er sich weiter vehement: "Da findet eine Ächtung einer Person statt, die auf ein Faschingsfest geht." Ein Schaden entstehe dem Ball dadurch sicher nicht: "Ich kann ja nichts dafür, dass ich Gäste bringe, die die Medien interessieren."
Österreicher sehen Gast gelassen
Die Österreicherinnen und Österreicher stehen dem umstrittenen Lugner-Gast eher gleichgültig gegenüber. Laut einer Umfrage des Humaninstitutes fanden 68 Prozent, dass zu viel Lärm um nichts gemacht werde, 30 Prozent waren der Ansicht, es stehe jedem frei auf den Ball zu gehen.

Nur zwei Prozent meinten, dass man die Italienerin nicht einladen sollte. Aber nun, wo sie nun einmal zum Ball kommt, sollte man sie "mit österreichischem Charme willkommen heißen", fanden 70 Prozent.
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