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MI | 11.04.2012
Selbstbildnis Egon Schiele (Bild: Leopold Museum)
KULTUR
Schiele bekommt ein Forschungsarchiv
Im Leopold Museum wird heute das "Egon Schiele Dokumentationszentrum" eröffnet. Es beherbergt Autographen, Fotografien und Literatur zu Schiele. Zusammengetragen wurde das Material von Museumsgründer Rudolf Leopold.
Das Dokumentationszentrum zum Gedenken an den verstorbenen Sammler Leopold.
Eigene Datenbank wird eingerichtet
Mit 44 Ölgemälden und 180 Blättern verfügt das Leopold Museum über die weltweit größte Sammlung von Werken Egon Schieles. Seit den späten fünfziger Jahren baute Rudolf Leopold seine Schiele-Sammlung auf.

In den späten sechziger Jahren begann er dann Material für seine große Schiele-Monographie zu sammeln.

Eine in Aufbau befindliche Datenbank soll auch die externe Suche nach Material von und zu Egon Schiele erleichtern. Online gegangen ist bereits eine Datenbank der Schiele-Autographen.
Haarlocke von Edith Schiele
"Mein Mann war auch ein großer Schiele-Forscher", betonte Elisabeth Leopold, Witwe von Rudolf Leopold. Daher habe er unter anderem auch "zwei Kästen voll mit Dokumenten" über Schiele hinterlassen, "bis hin zur Locke der Edith Schiele - es gibt alles, was Sie wollen".

Im Rahmen eines vom Kulturministerium mit 83.000 Euro geförderten Projekts wurden bereits 2.450 Datensätze aus der Sammlung Leopold, der Albertina und zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Sammlungen erfasst.
Mit Arbeits- und Studienbereichen eingerichtet.
Für Forschungszwecke
Die Bibliothek des Leopold Museums beinhaltet eine umfangreiche Sammlung von Schiele-Literatur. All das wird Studierenden und Forschern jetzt im Rahmen des neuen Egon-Schiele-Dokumentationszentrums für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

Sechs Arbeits- und Studienbereiche wurden im Dachgeschoß des Bürotrakts des Museums eingerichtet und sind jeden Donnerstagnachmittag gegen Voranmeldung zugänglich.
Schiele-Stipendium ausgeschrieben
Zur Förderung der Schiele-Forschung hat der Freundeverein des Leopold Museums ein "Egon Schiele Stipendium" ins Leben gerufen. Dieses wird im Herbst erstmals ausgeschrieben und verfügt im ersten Jahr über ein Budget von 15.000 Euro.

Damit sollen von einer Jury ausgewählte Projekte von Diplomanden und Dissertanten mit einem Betrag von maximal 7.500 Euro pro Einreichung gefördert werden.
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