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MI | 11.04.2012
Felsenpinguin (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupanc)
LIFESTYLE
Nachwuchs bei den Felsenpinguinen
Sechs Kücken sind bei den Felsenpinguinen im Tiergarten Schönbrunn geschlüpft. Weitere Eier werden noch bebrütet. Schönbrunn ist nach eigenen Angaben der einzige Zoo weltweit, der diese bedrohte Tierart jedes Jahr züchtet.
Kolonie wird mit Videokamera überwacht
Mit ihren leuchtend gelben Federbüscheln am Kopf sind die Felsenpinguine die auffälligsten aller Pinguine. Die fürsorglichen Pinguin-Eltern wärmen laut den Pflegern im Tiergarten die Kleinen abwechselnd und füttern sie mit vorverdauter Nahrung.

"Ausschlaggebend für die erfolgreiche Zucht ist das persönliche Engagement der Tierpfleger, viel Fingerspitzengefühl, eine lückenlose Überwachung der Kolonie per Videokamera und das exakte Simulieren der saisonalen Licht- und Klimaverhältnisse ihrer Heimat", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Felsenpinguin (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupanc)
Tiere sind stark gefährdet
Der Nördliche Felsenpinguin brütet auf der Inselgruppe um Tistan da Cunha und wird in den Roten Listen als stark gefährdet eingestuft. Zudem hat es vor einigen Wochen eine Ölkatastrophe durch ein gestrandetes Frachtschiff in seinem Brutgebiet gegeben.

Nur etwa 80 Nördliche Felsenpinguine leben insgesamt in europäischen Zoos - mehr als die Hälfte davon in Schönbrunn.
Felsenpinguin (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupanc)
Acht Küken noch in Höhle.
Nachwuchs auch bei Humboldt-Pinguinen
Nicht nur bei den Felsenpinguinen, sondern auch bei ihren in Südamerika heimischen Verwandten gibt es Nachwuchs. Bei den Humboldt-Pinguinen sind laut Zoo acht Küken geschlüpft. Allerdings sind diese Pinguine Höhlenbrüter, somit ist ihr flauschiger Nachwuchs erst in einigen Wochen zu sehen.

Spezielle Bruthöhlen, wie sie in Art und Größe den natürlichen Bedingungen in Feuerland und den Meeresküsten Perus oder Chiles nachempfunden sind, schaffen im Tiergarten die Voraussetzung für natürliches Brutverhalten.

Humboldtpinguine gelten aufgrund der Verschmutzung der Meere und der Überfischung durch den Menschen ebenfalls als stark bedroht.
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