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MI | 11.04.2012
"Familiensinn" der Künstlerin Xenia Hausner am Ringturm (Bild: APA/Georg Hochmuth)
KULTUR
Xenia Hausner schmückt den Ringturm
Nach drei Jahren künsterlischer Pause ist der Ringturm ab sofort wieder in Farbe getaucht. Die österreichische Künsterlin Xenia Hausner legte persönlich Hand an und lieferte den ersten weiblichen Beitrag zur Gestaltung der Fassade.
Ringturm 2007, "Turm des Lebens" von Robert Hammerstiel (Bild: APA/echokom) Erstmals Kunst von Frauenhand
Für die Dauer von zehn Wochen wird der 73 Meter hohe Turm, der mit Wettersäule sogar noch 20 Meter höher ist, in Kunst gehüllt und sich von den anderen Gebäuden der Ringstrasse farblich abheben.

Nach Christian Ludwig Attersee, Robert Hammerstiel und Hubert Schmalix, wurde Xenia Hausner als erste österreichische Künstlerin mit der Verhüllung beauftragt. Werke der Malerin und Bildhauerin waren bereits in Ausstellungen in der Kunsthalle Wien und im Belvedere zu sehen.
Ringturm zu Silvester mit Rathaus im Hintergrund (Bild: APA/Herbert Oczeret)
Ringturm 2006, "Don Giovanni" von Christian Ludwig Attersee (Bild: APA/Helmut Fohringer) Von Attersee über Hammerstiel bis Schmalix
Nach einer Teilrenovierung im Jahr 1996 erstrahlte der Turm in neuem Glanz. 2006 wurde er zum ersten Mal von einem prominenten Künstler verhüllt: Damals zierte ein Don-Giovanni-Sujet des Malers Christian Ludwig Attersee drei Seiten der grauen Fassade.

2007 wurde der Ringturm an allen vier Seiten von einem Monumentalwerk des Künstlers Robert Hammerstiel bekleidet. "Turm des Lebens" nannte sich das Kunstwerk, das die Stationen des Lebens Hammerstiels zeigte. 2008 erfolgte die Verhüllung durch ein Blumenstillleben des Künstlers Hubert Schmalix unter dem Titel "Turm der Blüte".
Fakten zu Xenia Hausner
Xenia Hausner wurde als Tochter des österreichischen Malers Rudolf Hausner 1951 in Wien geboren. Zwischen 1972 und 1976 absolvierte sie das Bühnenbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste Wien und an der Royal Academie of Dramatic Art London.

Bis 1992 folgten Ausstattungen für Theater und Oper, unter anderem im Burgtheater Wien, im Covent Garden London und im Theâtre de la Monnaie in Brüssel.

Seit 1990 widmet sie sich der Malerei und zunehmend auch Mixed-Media-Arbeiten und Grafik. Ihr Stil: Ihre Arbeiten wachsen oft collagenhaft über den ursprünglichen Malgrund hinaus und bieten vor allem Frauen eine expressive Bühne.

Xenia Hausner lebt und arbeitet in Berlin und im Salzkammergut.
"Nachthunger" von Xenia Hausner (Bild: Kunstforum Hallein/Hausner/HPK)
Das Gemälde "Nachthunger" von Xenia Hausner.
Ringturm zu Weihnachten (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Zu Weihnachten ziehrt ein Weihnachtsbaum den Wiener Ringturm.
Zweithöchstes Ringgebäude ohne Namen
Vor dem Turm stand an dem Platz gleich bei der Haltestelle Schottenring ein Gebäude, das während des Zweiten Weltkriegs völlig zerstört wurde. Zwischen 1953 und 1955 wurde der Turm nach Plänen von Erich Boltenstern, der auch am Wiederaufbau der Wiener Staatsoper mitarbeitete, erbaut.

Durch seine Fertigstellung im Jahr des Staatsvertrags wurde der Bau auch zu einem Symbol für den vollendeten Wiederaufbau und den beginnenden Wohlstand. Neben der Konzernzentrale der Vienna Insurance Group befinden sich heute, auf insgesamt 12.000 Quadratmetern Nutzfläche, auch Büros der Wiener Stadtwerke im Ringturm.

Mit seinen 23 Stockwerken und dem 20 Meter hohen Wetterleuchtturm gilt er nach dem Stephansdom als das zweithöchste Gebäude innerhalb der Ringstrasse. Es erhielt seinen prominenten Namen durch einen Kreativ-Wettbewerb, der Einsender des Names "Ringturm" hieß Oskar Wittinger.
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