Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Heinz-Christian Strache (Bild: APA)
Parteienstreit
Strutz will Strache klagen
Kärntens BZÖ-Landesparteichef Martin Strutz hat nach schweren Angriffen von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auf Jörg Haider und das BZÖ angekündigt, Strache zu klagen.
"Haltlos und nicht erwiesen"
Straches Behauptungen seien haltlos, vollkommen aus der Luft gegriffen sowie durch nichts erwiesen. Deswegen werde er Klage einbringen, sagte Strutz am Donnerstag.

"Wir beschäftigen uns grundsätzlich mit diesen destruktiven Streithanseln nicht, müssen aber ehrenrührige Aussagen zurückweisen, insbesondere wenn jegliche Grundlagen für die Behauptungen fehlen", so Strutz in einer Aussendung.
"BZÖ-Beitritt oder Jobverlust"
Strache hatte zuvor in Klagenfurt am Rande eines Prozesses, den er gegen Jörg Haider angestrengt hatte, Haider und das Kärntner BZÖ heftig angegriffen.

Er erhob den Vorwurf, dass Kärntner Geschäftsleute und Landesbedienstete unter Druck gesetzt worden seien, dem BZÖ beizutreten. Ihnen hätte sonst der Verlust öffentlicher Aufträge oder gar des Dienstverhältnisses drohen können, so Strache.
"Ganze Abteilungen übergetreten"
Namen nannte Strache nicht. "Einzelpersonen" hätten sich an ihn gewandt. Im Amt der Kärntner Landesregierung seien ganze Abteilungen geschlossen zum BZÖ übergetreten, da sie ansonsten um ihre Arbeit zu fürchten gehabt hätten, so Strache.
Keine Wiedervereinigung
In Richtung BZÖ-Spitze gewandt, schloss Strache neuerlich eine Wiedervereinigung von FPÖ und BZÖ aus. "Mit Menschen, die uns verraten haben", werde es das nicht geben.

Seinen ehemaligen Parteichef Jörg Haider bezeichnete Strache als "typischen Altpolitiker", bei dem es "nur eine Frage der Zeit" sei, bis er in Pension gehen werde.
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